Politik

Krankenhaus Hallein schließt Unfallchirurgie in der Nacht

Das Krankenhaus Hallein stellt seine Unfallchirurgie neu auf. Die Maßnahme ist Teil eines Sparprozesses: Das Land Salzburg kann die Defizite des Krankenhauses nur mehr teilweise ausgleichen.

Der Fortbestand des Krankenhauses Hallein hängt davon ab, ob es auf wirtschaftlich gesunden Beinen steht. 2013 musste die Stadt Hallein 800.000 Euro und das Land 900.000 Euro zuschießen. Daher soll das Spital umstrukturiert werden. Bgm. Gerhard Anzengruber, Vorsitzender des Aufsichtsrates, sagt: "Wir müssen uns der Stärken des Hauses bewusst werden und haben maßgeschneiderte Schwerpunkte gefunden." Unrentable Abteilungen müssen Federn lassen.

Ab Montag wird die Unfallambulanz nur noch von 7 bis 20 Uhr betrieben. Die Fallzahlen seien zu gering - eine Ambulanz rund um die Uhr rentiere sich nicht, sagt Primar Michael Reschen. Der ärztliche Leiter spricht von einem Satellitendepartement - ab dem Frühjahr soll die Unfallchirurgie den Salzburger Landeskliniken unterstehen. Künftig will Hallein verstärkt Kooperationen mit den SALK eingehen. Neu definieren will sich das Spital fortan durch die bariatrische Chirurgie, die sich der Behandlung von übergewichtigen Patienten widmet. Und: Im Frühjahr soll ein Hernienzentrum entstehen. Bei der Behandlung von Leisten- und Bauchwandbrüchen gebe es in Salzburg Engpässe, sagt Reschen. Durch diese Spezialambulanzen soll die Auslastung von 65 auf 90 Prozent gesteigert werden können. Dann könne man mit "einer schwarzen Null" bilanzieren.

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