Politik

Land baut modernes Dienstleistungszentrum am Bahnhof

Stadt plädiert für Studenten-Wohnen auf frei werdender Fläche im Süden.

Bürgerlisten-Chef Johann Padutsch (Bild) und SPÖ-Klubvorsitzende Andrea Brandner fordern das Land auf, nicht automatisch an den Höchstbieter zu verkaufen. SN/sw/Ricky Knoll
Bürgerlisten-Chef Johann Padutsch (Bild) und SPÖ-Klubvorsitzende Andrea Brandner fordern das Land auf, nicht automatisch an den Höchstbieter zu verkaufen.

Die Landesregierung errichtet im ehemaligen Porschehof am Bahnhof, Sitz der BH Salzburg Land, ein neues Dienstleistungszentrum für bis zu 1000 Mitarbeiter. Eine Standort-Entscheidung wurde vorige Woche gefällt. Derzeit prüfen Fachleute, ob neu gebaut werden muss oder eine Kernsanierung möglich ist. Letztere würde das Projekt um ein Drittel günstiger machen, aktuell wird es grob mit über 100 Millionen Euro veranschlagt. Bis zum Ende der nächsten Legislaturperiode (in fünf Jahren) soll es laut Thomas Kerschbaum aus dem Büro von Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) fertiggestellt sein.

Im Zuge dieses Vorhabens wird ein großzügiges Gelände an der Michael-Pacher-Straße frei - auf dem aktuell unter anderem die Landesbaudirektion steht. Diese Fläche steht dann zum Verkauf. Das bewegt nun SPÖ-Klubvorsitzende Andrea Brandner und Stadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste) zu einer ungewöhnlichen Allianz. Sie appellieren an das Land, diesen Grund nicht an den Höchstbieter abzutreten, sondern ihn für geförderten Wohnbau und studentisches Wohnen im Auge zu behalten. "Die Lage neben der Naturwissenschaftlichen Fakultät würde sich besonders gut für Studenten eignen. Der Bedarf in diesem Sektor dürfte mittlerweile sehr groß sein", sagt Bürgerlisten-Stadtrat Johann Padutsch. Brandner fordert, die langfristig positive Entwicklung der Stadt Salzburg müsse im Vordergrund stehen: "Die Verantwortung hat das Land in diesem Fall zu tragen." Gerade was das Nord-Süd-Gefälle bei der Wohnraumverdichtung und den Preisen anbelangt, sei es geboten, jede Chance für einen Ausgleich zu ergreifen.

Beim Land will man sich, was die Nachnutzung des Geländes angeht, noch nicht festlegen. "Dafür ist es definitiv zu früh", sagt Kerschbaum. Andiskutiert wurde bereits eine Wohnraumnutzung, wie sie im Detail aussehe, stehe in den Sternen. Nur so viel: Man wisse um den "hochwertigen Standort" und rechne mit einem Verkaufserlös im hohen zweistelligen Millionenbereich.

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