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Land Salzburg hat noch 1,47 Milliarden Euro Schulden

Der Rechnungsabschluss 2018 wurde vorgelegt. Der Schuldenstand ist im Vergleich zum Vorjahr um 218 Millionen Euro gesunken.

Symbolbild. SN/robert ratzer
Symbolbild.

Im ersten rein nach den Kriterien der doppelten Buchführung erstellen Finanzierungshaushalt 2018 stehen Einnahmen in der Höhe von rund 2,84 Milliarden Euro Ausgaben von rund 2,81 Milliarden Euro gegenüber, teilte das Land am Montag mit. Der Schuldenstand wurde von 1,68 auf 1,47 Milliarden Euro reduziert. "In die Schuldentilgung im Ausmaß von rund 218 Millionen Euro sind unter anderem die Erlöse aus der weiteren Auflösung der Wohnbaubank-Kredite in der Höhe von rund 112 Millionen Euro geflossen. Zudem hat uns auch die sehr günstige Haushaltssituation maßgeblich dabei geholfen, die Schulden weiter abzubauen", wurde Finanzlandesrat Christian Stöckl (ÖVP) in der Aussendung zitiert. Durch den Abbau von Schulden ist auch die Zinsbelastung für das Land gesunken. Während es nach dem Finanzskandal 2013 noch mehr als 60 Millionen Euro gewesen seien, ist der Zinsaufwand 2018 bei knapp 35 Millionen Euro gelegen. 2017 waren es noch 41 Millionen Euro.

Land profitiert von guter Konjunktur

Im Vergleich zum Voranschlag 2018 sind die Einnahmen um rund 47,5 Millionen Euro gestiegen und die Ausgaben um rund 31,5 Millionen Euro geringer ausgefallen. "Die Mehreinnahmen sind im Wesentlichen auf die konjunkturell bedingten höheren Ertragsanteile mit einem Plus von rund 23,3 Millionen Euro sowie aber auch auf etliche Einmaleffekte wie etwa weitere Auflösungen der Wohnbaubank-Veranlagungen zurückzuführen. Zudem haben wir wie schon in den Jahren zuvor durch einen sehr strengen Budgetvollzug mit regelmäßigem Reporting danach getrachtet, das Budget und die Ausgaben im Griff zu haben", hieß es von Stöckl.

Millionenstrafe wurde fällig

Wesentliche Mehrausgaben hat es unter anderem durch die von der EU im Zusammenhang mit der Salzburger Finanzcausa verhängte Geldbuße in der Höhe von 26,8 Millionen Euro und die begonnene Straßen- und Verkehrsoffensive gegeben. "Zu einigen Differenzen zwischen den im Voranschlag budgetierten Werten und den tatsächlichen Einnahmen und Ausgaben ist es durch die Planungsunsicherheiten und Unabwägbarkeiten zum Budgetierungszeitpunkt des Doppelbudgets im Herbst 2016 gekommen."
Der Rechnungsabschluss 2018 wird kommende Woche dem Rechnungshof zur Prüfung übergeben, im Oktober wird er im Salzburger Landtag behandelt.

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