Politik

Land Salzburg kauft 800 Tablets für Schüler

Insgesamt werden dafür jetzt 228.000 Euro investiert. Die Leihgeräte ermöglichen NMS-Schülern den Heimunterricht.

Um Schülern, die zu Hause keinen Computer haben, den Heimunterricht in Zeiten von Corona zu ermöglichen, schafft das Land Salzburg jetzt Tablets samt Hülle und Tastatur für 800 Burschen und Mädchen aus Neuen Mittelschulen an.  SN/bernhard schreglmann
Um Schülern, die zu Hause keinen Computer haben, den Heimunterricht in Zeiten von Corona zu ermöglichen, schafft das Land Salzburg jetzt Tablets samt Hülle und Tastatur für 800 Burschen und Mädchen aus Neuen Mittelschulen an.

Um Schülern, die zu Hause keinen Computer haben, den Heimunterricht in Zeiten von Corona zu ermöglichen, schafft das Land jetzt Tablets samt Hülle und Tastatur für 800 Burschen und Mädchen aus Neuen Mittelschulen an. Die Geräte werden bis Schulschluss an die Schüler verliehen. Das Land investiert 228.000 Euro. Pro Gerät fallen 285 Euro an.

"Wir haben den Bedarf mit Hilfe der Bildungsdirektion erhoben", erklärt Landesrätin Maria Hutter (ÖVP). An allen Neuen Mittelschulen im Bundesland seien Familien aufgefordert worden, sich zu melden. Für die Bundesschulen hat bereits das Ministerium Geräte angeschafft. Österreichweit hat der Bund 12.000 Notebooks und Tablets angeschafft.

"In Zeiten wie diesen ist kein Platz für bürokratische Hürden und lange Diskussionen", meint Hutter. Daher habe man darauf verzichtet, sich von den Eltern den Lohnzettel vorlegen zu lassen. Die Geräte wurden über die Bundesbeschaffungsagentur bestellt und sollen im Idealfall Anfang Mai und spätestens Mitte Mai in den Schulen in Salzburg ankommen. Von dort werden sie an die Schüler verteilt "Die digitalen Geräte sind mit einer SIM-Karte ausgestattet, weil viele Familien keinen Internetanschluss haben", betont Hutter. Man verhandle gerade mit einem Mobilfunkanbieter über einen Sondertarif.

Außerdem hat das Land vier neue digitale Unterrichtsprogramme für die Schulen angeschafft. "Wir wollen sicherstellen, dass die Neuen Mittelschulen mit einheitlichen Methoden arbeiten", sagt Hutter. In Abstimmung mit der Bildungsdirektion bereitet die Pädagogische Hochschule (PH) gerade Online-Lehrgänge vor, um die Lehrer auf diese Programme einzuschulen.

Um auch Lehrer mit wenig Erfahrung für den digitalen Unterricht zu rüsten, bietet die Pädagogische Hochschule schon seit 11. März regelmäßig Online-Schulungen an. "Sie werden sehr gut angenommen", sagt Direktorin Elfriede Windischbauer. Auf der Homepage der PH sind außerdem Schulungsvideos für Lehrer zu finden.

Die Pädagogische Hochschule selbst hat ihre 120 Mitarbeiter sofort nach der coronabedingten Schließung der Schule in einer großen Online-Konferenz und anschließend in 22 Online-Workshops geschult.

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