Politik

Land Salzburg stellt zehn Millionen Euro für Klimaschutz bereit

Ab Juli gibt es deutlich mehr Geld für den Tausch einer Ölheizung, nämlich bis zu 10.000 Euro. Betriebe, die ihre Flotte auf E-Autos umstellen, werden ebenso gefördert wie neue Solaranlagen.

LH-Stv. Heinrich Schellhorn freut sich über Salzburgs Erfolg bei der CO2-Reduktion. SN/land salzburg/susi berger
LH-Stv. Heinrich Schellhorn freut sich über Salzburgs Erfolg bei der CO2-Reduktion.

Das Land Salzburg gründet mit 1. Juli einen eigenen Klimaschutzfonds. LH-Stv. Heinrich Schellhorn (Grüne) hat am Freitag die Details vorgestellt. "Das ist einmalig in Österreich." Zehn Millionen Euro stünden für die kommenden 18 Monate zur Verfügung. Es handle sich um eine massive Aufstockung der Gelder. Bislang standen im gesamten Energie- und Umweltressort 13 Millionen Euro zur Verfügung. "Die Klimakrise macht keine Pause wegen der Coronakrise. Wir müssen schnell handeln und jetzt Impulse setzen", sagt Schellhorn. Mit den zehn Millionen Euro sollen Investitionen in der Höhe von 77 Millionen Euro ausgelöst werden. "Der Gedanke dahinter ist, dass wir schneller vorankommen. Ziel ist, durch dieses Impulspaket Betriebe und Privatpersonen zu animieren, in Maßnahmen zu investieren, die das Klima schonen."

Tausch von Ölheizungen in Privathaushalten

Von den zehn Millionen Euro sollen 2,8 Millionen Euro für den Tausch von Ölheizungen in Privathaushalten zur Verfügung stehen. Weitere 1,8 Millionen Euro gibt es für den Ölheizungstausch bei Betrieben. 1,7 Millionen Euro sollen in eine Fernwärme-Offensive fließen. Damit Betriebe ihre Flotten auf E-Mobilität umstellen sind 650.000 Euro vorgesehen. Auch die Photovoltaik soll stärker gefördert werden - vorgesehen sind 600.000 Euro für PV-Großanlagen bei Betrieben und 700.000 Euro für Private.

Förderung des Landes wird massiv erhöht

Vor allem was den Tausch von alten Ölheizungen anlangt, attraktiviert das Land nun die Förderung massiv. 45.000 Ölheizungen gibt es noch im Bundesland. Bis 2030 sollen es um 25.000 Stück weniger sein. Bislang gab es zusätzlich zur Bundesförderung (5000 Euro) noch 2000 bis 3000 Euro vom Land. Künftig gibt es 5000 Euro. Und sollte der Topf der Bundesförderung leer sein, übernimmt das Land auch diese 5000 Euro. In Summe sind also bis zu 10.000 Euro für den Ölheizungstausch vorgesehen. Noch mehr sind es bei Betrieben. Dort sind bis zu 18.000 Euro an Förderung möglich.

Auch E-Mobilität und Ladeinfrastruktur wird gefördert

Bei der E-Mobilität wird die Ladeinfrastruktur im betrieblichen Bereich gefördert, erklärt Schellhorn. Auch hier werde die Bundesförderung verdoppelt - bis zu 20.000 Euro seien damit möglich an Förderung. Wer privat ein E-Auto kauft, bekommt aber kein Geld vom Land. Begründet wird das damit, dass die E-Auto-Förderung des Bundes sehr attraktiv sei und die grüne Ministerin angekündigt habe, diese noch einmal auszubauen. Schellhorn will mit so genannten neuen "Partnerbetrieben" aber auch zu einer Flottenumstellung kommen. So gebe es etwa im Bereich der mobilen Dienste - etwa in der Pflege - jede Menge Potenzial für E-Autos.

1,5 Millionen Euro für Photovoltaik

Was die Photovoltaik anlangt, so werde es in Kooperation mit dem Wachstumsfonds eine Förderung für PV-Großanlagen bei Betrieben geben. Bei der Förderung für Private stünden die Details noch nicht fest. Das Land wolle aber auch bei Solaranlagen beispielgebend vorangehen. Schellhorn kündigt eine Offensive für landeseigene Liegenschaften an. Hier soll die Solarenergie um 1,5 Millionen Euro forciert werden.

Was den Masterplan Klima+Energie 2030 anlangt, so gibt es hierzu eine Regierungsklausur Ende Juni. Im Herbst wolle man das fertige Papier präsentieren.

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