Politik

Land Salzburg will Jagd auf "Problemwölfe" ermöglichen

Der "Managementplan" für den Umgang mit Wölfen ist fertig. Demnach soll die Jagd auf die Tiere eröffnet werden, wenn sie sich "auf das Erlegen von Nutztieren spezialisieren und großen Schaden verursachen".

Dieses Tier ist kein „Problemwolf“ – es lebt im Innsbrucker Alpenzoo. SN/alpenzoo innsbruck
Dieses Tier ist kein „Problemwolf“ – es lebt im Innsbrucker Alpenzoo.

Das Land hat in dem Papier den "Problemwolf" neu definiert. Zwar gebe es den Begriff bereits im österreichischen Wolfsmanagementplan, die die Gefährdung von Menschen und Nutztieren miteinschließt. "Diese wurde in Salzburg nach dem Vorbild der Schweiz um den Aspekt der, trotz zumutbarer Herdenschutzmaßnahmen auftretenden, gravierenden Schäden im Nutztierbereich ergänzt. Wölfe, die sich auf das Erlegen von Nutztieren spezialisieren und großen Schaden verursachen, sollen demnach entnommen werden", heißt es von Agrarlandesrat Josef Schwaiger (ÖVP).

Land will am Schutzstatus rütteln

Zudem will das Land den strengen Schutz des Wolfs auf EU-Ebene aufweichen. Eine Herabsetzung des Status in der FFH-Linie werde angestrebt. Zuden brauche es eine "Klarstellung der Definition des guten Erhaltungszustands. Eine Expertenrunde wird sich am Freitag mit dem 20 Seiten starken Managementplan des Landes auseinandersetzen.
Folgende Punkte sind im Plan verankert:

  • Grundlage sind die rechtlichen Rahmenbedingungen, die mit allen Interessengruppen abgestimmt sind.
  • Das Wolfsmanagement wird in Abstimmung mit den anderen Bundesländern im Rahmen des Österreichzentrums Wolf, Bär, Luchs erfolgen.
  • Möglichkeiten der Prävention werden auf ihre Anwendbarkeit überprüft und weiterentwickelt.
  • Maßnahmen zur Abwendung von durch Wölfe verursachte Schäden an Nutztieren werden vorangetrieben und gefördert.
  • Das Monitoring von Wölfen sowie die Beratung vor Ort und Begutachtung von Nutz‐ und Wildtierrissen erfolgen durch die vom Land Salzburg beauftragten Personen.

*Eingetretene und durch die Schadensbegutachter bestätigte Schäden werden rasch und unbürokratisch abgegolten.

  • Die Sicherheit der Menschen hat jedenfalls Vorrang vor dem Schutz der Wölfe. Zudem sind wirtschaftliche, soziale, kulturelle und regionale Anforderungen zu berücksichtigen.
  • Die Öffentlichkeit wird über Biologie, Ökologie und Situation der Wölfe in Salzburg sowie über die Maßnahmen des Wolfsmanagements transparent und aktuell informiert.
Quelle: SN

Aufgerufen am 01.12.2020 um 07:53 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/land-salzburg-will-jagd-auf-problemwoelfe-ermoeglichen-62711437

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