Politik

Landestheater: Parteienstreit um Manager

Die Affäre um einen beurlaubten leitenden Angestellten des Salzburger Landestheaters hat jetzt zu einem heftigen Streit zwischen SPÖ und ÖVP geführt.

Landestheater: Parteienstreit um Manager SN/Robert Ratzer
Streit um beurlaubten Manager des Salzburger Landestheaters.

Die beiden Regierungsparteien machen sich gegenseitig verantwortlich für die Probleme mit dem Mitarbeiter, bei denen es um Beschwerden wegen sexistischer SMS und ausbezahlte bzw. drohende Abfertigungszahlungen geht.

Die ÖVP verlangt von LH-Stv. David Brenner (SPÖ) eine "vollständige Aufklärung" aller Vorwürfe. Die SPÖ kontert mit der Kritik, der "zuständige" Personallandesrat Sepp Eisl (ÖVP) glänze in der heiklen Causa "durch Abwesenheit".

Wie berichtet, war der Mitarbeiter am Donnerstag von Brenner beurlaubt worden. Eine Angestellte des Theaters hatte zuvor den Vorwurf der sexuellen Belästigung per SMS erhoben. Daraufhin tauchten noch weitere Verdachtsfälle auf - und es stellte sich heraus, dass es schon Beschwerden über den Mann während seiner früheren Tätigkeit bei den Landeskliniken gegeben hat.

Aufregung herrscht jetzt vor allem um die Beträge, die der Mitarbeiter bei seinem vorzeitigen Abgang aus den Landeskliniken kassiert hat (angeblich rund 170.000 Euro) bzw. bei einem vorzeitigen Abgang vom Landestheater noch kassieren könnte (bis zu 392.000 Euro). "Es ist an der Zeit, dass Eisl endlich seine Verantwortung für die Vorgänge in den SALK übernimmt", sagt SPÖ-Klubobmann LAbg. Roland Meisl. ÖVP-Klubobfrau LAbg. Gerlinde Rogatsch betont, die "ungeheuerliche SALK-Abfindungszahlung wurde still und heimlich entweder mit Wissen von David Brenner oder SALK-Geschäftsführer van der Vorst allein ausbezahlt".

Van der Vorst verteidigt unterdessen die Zahlung an den Ex-Mitarbeiter.

Quelle: SN

Aufgerufen am 30.11.2020 um 06:30 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/landestheater-parteienstreit-um-manager-5948602

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