Politik

Liveticker-Nachlese: Brennpunkt Freilassing

Viele Flüchtlinge machten sich auch am Donnerstag zu Fuß auf den Weg nach Freilassing. Dort hieß es für sie abermals Warten.

  • Ein Sprecher der deutschen Bundespolizei sagte am Abend, es seien allein im Bereich Rosenheim am Donnerstag bis zum Nachmittag 2300 illegale Einreisen registriert worden. Am Vortag seien es 4600 Menschen gewesen, teilweise in großen Gruppen von mehreren hundert Personen.
  • Um Chaos zu vermeiden, wurden am Abend Flüchtlinge mit Sonderzügen in Freilassing abgeholt und direkt in verschiedene deutsche Städte gebracht. Insgesamt sollten etwa 2500 Flüchtlinge auf diese Weise weiterreisen können.
  • Zudem genehmigte Deutschland kurz vor Mitternacht noch einen Sonderzug von Salzburg nach Bayern. "Die Deutschen haben uns noch einen Zug mit 600 Leuten abgenommen. Dadurch hat sich die Situation in der Tiefgarage sehr entspannt", berichtet Johannes Greifeneder, Sprecher der Stadt Salzburg.
  • Etwa 300 bis 400 Flüchtlinge warteten am Abend noch an der österreichisch-deutschen Grenze Saalbrücke. Die deutsche Polizei kann die Migranten nur grüppchenweise über die Grenze lassen. "Wir bemühen uns, die Wartezeiten auf der Brücke möglichst kurz zu halten", sagt Bernd-Robert Schulz, Pressesprecher der deutschen Polizei. "Wenn wir aber alle auf einmal herüber lassen, bricht das Chaos aus". Immer wieder marschieren weitere Flüchtlinge vom Bahnhof Richtung Saalachbrücke, weshalb dort die Zahl der Wartenden am Donnerstag nicht kleiner wurde.
  • Weil sich die Lage nicht so schnell ändern wird, haben Stadt und Land Salzburg nun im ehemaligen Zollgebäude direkt an der Grenze ein neues Notquartier eingerichtet.
  • Am Donnerstagabend befanden sich rund 400 Flüchtlinge am Salzburger Bahnhof. Die Tiefgarage wurde tagsüber für eine umfassende Reinigung geräumt und stand am späten Abend wieder als Behelfsquartier bereit.

>>> Verschnaufpause: Die Lage in Salzburg am Freitag <<<

Die Ereignisse vom Donnerstag zum Nachlesen

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