Politik

Luftqualität: Salzburg konnte im Vorjahr etwas aufatmen

Die Luftqualität in Salzburg hat sich im Vorjahr verbessert. EU-Grenzwert am innerstädtischen Hotspot "Rudolfsplatz" wurde erstmals eingehalten. Das Land meldet auch ein niedriges Belastungsniveau beim Feinstaub.

Auch die Luftqualität in der Stadt Salzburg hat sich im Vorjahr verbessert – dank mehrerer Ursachen.  SN/lmz
Auch die Luftqualität in der Stadt Salzburg hat sich im Vorjahr verbessert – dank mehrerer Ursachen.

Die Feinstaubbilanz für das Jahr 2018 zeigt für die Stadt und alle Bezirke insgesamt gute Werte. Auch die Belastung durch Stickstoffdioxid ist rückgängig. LH-Stv. Umweltreferent Heinrich Schellhorn: "Erstmals wurde der EU-Grenzwert am innerstädtischen Hotspot, auf dem Rudolfsplatz in Salzburg, eingehalten. Gegenüber 2017 gab es ein Minus von mehr als zehn Prozent."

Auch Rückgang bei "Diesel-Pkw" macht sich bemerkbar

Der deutliche Rückgang der Stickstoffdioxid-Werte gegenüber 2017 sei durch die günstigen meteorologischen Bedingungen des Jahres 2018 begründet, heißt es. Auch die verbesserte Motorentechnik sowie der Rückgang bei der Neuzulassung der Diesel-Pkw um 20 Prozent haben einen Teil dazu beigetragen, erklärt Schellhorn.

Feinstaub: An zehn Tagen erhöhte Werte am Rudolfsplatz

Die Feinstaubbilanz 2018 zeigt - wie schon in den Jahren zuvor - ein niedriges Belastungsniveau. An insgesamt zehn Tagen wurden an der höchstbelasteten Messstelle des Landes, auf dem Rudolfsplatz in der Stadt Salzburg, erhöhte Werte registriert. An den restlichen Messstellen im Zentralraum lag das Feinstaubniveau etwas niedriger: Mirabellplatz (acht Tage), Hallein B159 (sieben), Lehener Park (sieben) und Hallein A10 (vier). Innergebirg wurde an allen Messstellen der Tagesgrenzwert eingehalten.

An den Autobahnen besteht nach wie vor Handlungsbedarf

An den autobahnnahen Messstellen gab es zwar auch einen deutlichen Rückgang von knapp zehn Prozent, der EU-Grenzwert wurde dort allerdings nicht überall eingehalten. An der Salzburger Stadtautobahn (A1) lag der Jahresmittelwert mit 41,7 Mikrogramm pro Kubikmeter (µg/m³) knapp über dem EU-Grenzwert von 40 µg/m³. An der Tauernautobahn A 10 in Hallein ging die Stickstoffdioxid-Belastung von 49 µg/m³ im Jahr 2017 auf 45 µg/m³ zurück. Schellhorn: "Vor allem entlang der Tauernautobahn sorgte der Urlauberreiseverkehr während der Sommermonate für zusätzliche Luftbelastung. Wir werden besser, sind aber noch nicht am Ziel. Trotz dieser erfreulichen Trends bei den Luftschadstoffen bleibt weiter viel zu tun. Daher wird das bestehende Luftreinhalteprogramm gerade von der Umweltabteilung überarbeitet."

Quelle: SN

Aufgerufen am 22.10.2020 um 06:05 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/luftqualitaet-salzburg-konnte-im-vorjahr-etwas-aufatmen-65294398

Kommentare

Schlagzeilen