Politik

"Man sollte den Leuten nicht Wasser als Land verkaufen"

Dass das Land die Preise für Seegrundstücke um bis zu 1000 Prozent angehoben hat, nennt Volksanwältin Brinek "sittenwidrig". LH-Stv. Stöckl kontert: "Das ist ein überholtes Privileg."

"Man sollte den Leuten nicht Wasser als Land verkaufen" SN/chris hofer
Die Seegrundstücke des Landes – wie hier am Wallersee in Henndorf – werden teurer. Dagegen regt sich Widerstand.

Heimo Mooslechner ist sauer: Die Familie des HTL-Lehrers aus Radstadt hat ein Grundstück am Henndorfer Ufer des Wallersees vom Land gepachtet - "seit mehr als 100 Jahren", wie der 52-Jährige betont. Dass das Land nun nach einer Neuvermessung Pacht für 394 und nicht wie bisher 218 Quadratmeter verrechnen will, ärgert ihn: "Der vordere Streifen, für den wir jetzt auch zahlen sollen, war heuer noch nie aus dem Wasser heraußen." Da parallel dazu auch der Pachtzins auf 10 Euro/m222 und Jahr angehoben werden soll, weil die Mooslechners ein Häuschen auf ihrem Areal haben, wird die Fläche plötzlich um das Zehnfache teurer: "Es wären jetzt knapp 4000 Euro fällig." Bisher seien es nur rund 400 Euro gewesen. Aber wenn seine Familie das Areal nicht erhalten hätte, wäre es gar nicht mehr so groß, weil es vom See teils weggeschwemmt worden wäre, sagt der Pächter.

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