Politik

Marko-Feingold-Steg in der Stadt Salzburg: "Der Zeitplan steht"

Die Witwe des im Vorjahr verstorbenen Holocaustüberlebenden will noch bis Montag darüber nachdenken, ob sie dem Vorhaben ihren Segen gibt. Unabhängig davon soll nächste Woche am Mittwoch der Gemeinderat über die Umbenennung entscheiden, bekräftigt der Bürgermeister.

Bereits kommende Woche könnte aus dem Makartsteg der Marko-Feingold-Steg werden. SN/Copyright by: FRANZ NEUMAYR Pres
Bereits kommende Woche könnte aus dem Makartsteg der Marko-Feingold-Steg werden.

"Das ist in meinen Augen keine Ehrung für meinen Mann." Das war die erste Reaktion von Hanna Feingold auf die Pläne der Stadtpolitik, den Makartsteg in Marko-Feingold-Steg umzubenennen. Die Witwe des Holocaustüberlebenden und Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde in Salzburg forderte stattdessen die Umbenennung der Churfürststraße.

Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) hat Feingold am Mittwoch zu einem Gespräch geladen. Auch Vizebürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ), Stadträtin Martina Berthold (Bürgerliste) und Gemeinderat Christoph Ferch (Liste SALZ) nahmen teil. Ob sich Feingold noch für den Steg gewinnen lässt, bleibt offen. Sie will laut den Politikern bis Montag darüber entscheiden.

Für den Bürgermeister tut das nichts zur Sache. Am nächsten Mittwoch soll der Gemeinderat über die Umbenennung abstimmen - der Stadtchef will sich auch von einer möglichen knappen Entscheidung nicht abbringen lassen. "Der Terminplan steht", sagt Preuner, der hofft, "dass sie am Montag einwilligt".

Laut Auinger sei das Gespräch "sehr konstruktiv" verlaufen. "Wir haben noch ein paar Idee geboren, wo wir auf sie zugekommen sind". So soll der Makartsteg als Ausstellungsfläche genutzt werden. Der Vizebürgermeister kündigte einen entsprechenden Zusatzantrag im Kulturausschuss am Donnerstag an.

Berthold kritisierte, dass es sich um "kein offenes", sondern um ein "Überzeugungsgespräch" gehandelt habe. Die Option Churfürststraße sei kein Thema mehr gewesen. Sie bekräftigte, dass die Bürgerliste nur im Einvernehmen mit Feingold zustimmen werde. "Ich finde, man soll das nicht durchpeitschen."

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