Politik

Mehr Grenzkontrollen am Walserberg: Salzburg protestiert

Bürgermeister Heinz Schaden hat nun beim deutschen Botschafter in Wien interveniert.

Mehr Grenzkontrollen am Walserberg: Salzburg protestiert SN/APA (dpa)/Matthias Balk

In einem Schreiben an den deutschen Botschafter in Wien hat Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden die "schwerwiegenden Bedenken" gegen die geplante Verschärfung der Grenzkontrollen zwischen Bayern und Österreich deponiert.

Autofahrer müssen sich vom 15. Dezember an auf Rund-um-die-Uhr-Kontrollen an drei Autobahn-Grenzübergängen zwischen Deutschland und Österreich einstellen: auf der A8 bei Salzburg, der A3 bei Passau und der A93 bei Kufstein.

Schaden hat diese Maßnahme bereits als "unfreundlichen Akt im Widerspruch zu den gut nachbarschaftlichen Beziehungen" kritisiert. Insbesondere in der Stadt Salzburg sind negative Auswirkungen durch den Umgehungsverkehr bei Staus am Walserberg zu befürchten.

Schaden: Wirtschaftlicher Schaden für Salzburg

In den Schreiben an den deutschen Botschafter in Wien wiederholt Schaden den Salzburger Standpunkt: Diese Maßnahme knapp vor den Weihnachtsfeiertage und dem Beginn er Skisaison ist sachlich nicht nachvollziehbar, derzeit sei keine nennenswerte Flüchtlingsbewegung feststellbar. Als Folge der Kontrollen drohen umfangreiche Staus und hoher wirtschaftlicher Schaden sowohl für Salzburg als auch das angrenzende Bayern. Schaden ersucht den Botschafter, die Bedenken aus Salzburg an die Stellen der deutschen Bundesregierung, die für die Genehmigung der verschärften Grenzkontrollen zuständig sind, weiter zu tragen.

Quelle: SN

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