Politik

Mönchsberggarage: Sitzstreik gegen den Ausbau

Liegestühle und Sonnenschirme im Hof von Schloss Mirabell: Gegner der Mönchsberggarage wollten das Projekt "aussitzen".

Wie einst in Wackersdorf oder Hainburg wollten die Mitglieder der Bürgerinitiative friedlich, aber entschieden gegen den Ausbau der Mönchsberggarage angehen. Ihr Mittel am Mittwoch war ein Protest im Sitzen. Obwohl die Aktion bis 16 Uhr dauern hätte sollen, war das Ziel schnell erreicht: Bereits gegen 10.15 Uhr kam Bürgermeister Heinz Schaden von außerhalb in den Hof von Schloss Mirabell. Erwartet wurde er zusätzlich von Presse und Kameras. "Wir sind richtig aufeinander geknallt", sagte Roswitha Müller von der Bürgerinitiative zu den SN.

Kritik an "Verzögerung" Sie kritisiert, dass es bei der Diskussion um die Mönchsberggarage erst nur Lippenbekenntnisse und dann einen Meinungsumschwung gegeben habe. "Ich verstehe den Bürgermeister, er will es wohl niemandem umhängen, sollte die Garage verkauft werden. Doch er hat Entscheidungsgewalt und könnte unserem Initiativantrag stattgeben", sagte Müller. Trotz aller Emotionen seien beide Parteien höflich geblieben.

Doch wie kam es zu dem Streik im Sitzen? Mit dieser Aktion wollten die gut 15 Teilnehmer eine Stellungnahme zu ihrem Begehren einfordern, das bereits rund 4200 unterstützende Unterschriften erhalten hat. Dem Bürgermeister warfen die Garagengegner vor, er würde sich nicht ausreichend zu dem Thema äußern und es schlicht "aussitzen" wollen.

Für die Bürgerinitiative hat der Vormittag einen positiven Nebeneffekt: "Wir konnten auch die Verkehrs- und Parkplatzproblematik zum Thema machen."



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