Politik

Neos gehen mit 25-jährigem Spitzenkandidaten Rößlhuber in die Stadt-Wahl

Den Wahlerfolg von 2014 wiederholen und den Stadtratssessel verteidigen wurde Donnerstagabend in Salzburg als Ziel ausgegeben.

Am 10. März wird in der Stadt Salzburg ein neuer Gemeinderat gewählt. Für die Neos geht es um viel. Vor fünf Jahren stand ein fulminantes Ergebnis am Wahlabend. Die Pinken erreichten 12,4 Prozent und ließen um sechs Stimmen sogar die Freiheitlichen hinter sich. Die Neos waren somit etwas überraschend in der Stadtregierung vertreten.

Fünf Jahre später ist die ehemalige Spitzenkandidatin Barbara Unterkofler zur ÖVP übergelaufen und der Höhenflug der Pinken gebremst. Heute ist die liberale Bewegung am harten Boden der politischen Realität angekommen. Am Donnerstagabend wurde die Liste für die Gemeinderatswahl in vier Monaten von 54 stimmberechtigten Mitgliedern beschlossen. 13 Kandidaten hatten sich im Vorfeld beworben. Landeschef Sepp Schellhorn wünschte sich eine ausgeglichene Liste. Ziel sei es, das Ergebnis der Wahl 2014 wieder zu erreichen. "Wir wissen, dass es nicht ganz leicht ist. Wir müssen eine politische Kraft bleiben, die uns ernst nimmt", sagt Schellhorn.

Für die Nummer eins auf der Liste gab es nur zwei Kandidaten - und damit eine einzig logische Wahl. Baustadtrat Lukas Rößlhuber führt die Neos-Liste an und geht als Spitzenkandidat in die Salzburger Bürgermeisterwahl. Er erreichte die meisten Punkte der Mitglieder. 87 Prozent stimmten für ihn und nicht für Herausforderer Christoph Reiter. Rößlhuber war nach Unterkoflers Abgang im September in die Stadtregierung nachgerückt - auch mangels Alternativen in den eigenen Reihen.
Als Nummer zwei hinter Rößlhuber hat sich Matthias Moritz durchgesetzt. Der 51-jährige gebürtige Deutsche ist Finanzreferent der Neos und beruflich selbstständig. Dahinter folgt auf Platz 3 die Lehrerin Nevin Öztürk (30 Jahre alt), Platz 4 ging an den 21-jährigen Ismail Uygur (stv. Junos-Vorsitzender), auf Platz 5 folgt der aktuelle Klubchef Rechtsanwalt Andreas Hertl.

Umfragen der Konkurrenz sehen die Neos derzeit bei 9 bis 11 Prozent. Stadtrat Lukas Rößlhuber gab daher das Ziel aus, den Sitz in der Stadtregierung zu verteidigen. "Das ist möglich, wenn wir unser Ziel nicht aus den Augen verlieren."

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