Politik

Neue Wohnbauförderung: Wer weniger Boden verbraucht, wird vorgereiht

Die Regierung kürzt die Fördersätze erneut. Künftig gibt es maximal 26.000 Euro für Häuslbauer. Und auch die Vergabe des Geldes wird völlig anders geregelt als bisher.

Die Landesregierung hat am Donnerstag die Eckpunkte der Novelle der Wohnbauförderung präsentiert. Die Änderungen waren notwendig geworden, weil der Andrang auf die Online-Antragstellung in den letzten beiden Jahren zu einem enormen Ansturm geführt hat. Und: Das Prinzip "first come, first serve" hat zu großem Frust und Kritik geführt. Vor allem bei Häuslbauern war und ist der Einmalzuschuss des Landes beliebt, zumal es bisher teilweise über 35.000 Euro für Antragsteller gegeben hat (2015 waren es noch mehr als 50.000 Euro, zuletzt im Schnitt 33.000 Euro).
So viel Geld gibt es künftig nicht mehr. Die schwarz-grün-pinke Regierung reduziert die Fördersätze zum zweiten Mal seit 2015 deutlich. Künftig kann man maximal 26.000 Euro an Förderung bekommen. Die Summe setzt sich zusammen aus der Grundförderung, die je nach Familiengröße zwischen 8000 Euro (für eine Einzelperson) und 14.000 Euro (für Familien und Alleinerziehende) berechnet wird. Dazu gibt es Zuschläge von maximal 12.000 Euro für nachwachsende Bau- und Dämmstoffe, Energieeffizienz und Barrierefreiheit.

System und Vergabe der Antragstellung wird umgestellt

Das Kriterium "Sparsamer Umgang mit Grund und Boden" spielt künftig auch eine Rolle. Für weniger Grundstücksfläche gibt es mehr Punkte. Ab einer Grundstücksfläche von 550 Quadratmetern gibt es schrittweise Abschläge bei der Fördersumme, ab 750 Quadratmeter gibt es keine Förderung mehr. Die Änderungen betreffen die Errichtungsförderung - also den Bau von Häusern.
Das System und die Vergabe der Antragstellung wird ebenfalls umgestellt. Die eingelangten Anträge sollen künftig nach sparsamem Bodenverbrauch (zu 50 Prozent) und nach sozialen Kriterien (Einkommen und Familiengröße - zu 50 Prozent) gereiht werden. Die Förderchancen für Menschen mit geringerem Einkommen sollen sich damit erhöhen. Und: Die Häuslbauer müssen nicht mehr auf einen Tag hinzittern, um pünktlich eine Förderung zu ergattern. Künftig gibt es drei Perioden für die Antragstellung: Bis 28. Februar, bis 30. Juni und bis 31. Oktober. Der Zeitdruck für Antragsteller soll damit wegfallen.
Durch die niedrigeren Beträge sollen praktisch alle Antragsteller bedient werden können. Die Förderfälle sollen von 200 auf mehr als 500 Fälle steigen - bei gleichbleibendem Budget von zehn Millionen Euro in der Errichtungsförderung. Eine weitere Neuerung ist der Entfall des Baubeginnverbotes. Der Förderantrag muss zum Zeitpunkt des Baubeginns noch nicht entschieden sein. Damit soll es zu keinen Verzögerungen kommen. Die Einreichung muss innerhalb von sechs Monaten ab Baubeginnmeldung erfolgen.

Rückzahlungsmodell mit fixer Rate wird möglich

Auch für jene, die noch im Modell der alten Wohnbauförderung sind und vom Land geliehenes Geld (Darlehen) zurückzahlen, gibt es Änderungen. Für die rund 10.000 Förderfälle musste das Land bisher ein Mal pro Jahr die Rückzahlungsrate nach der Höhe des aktuellen Einkommens ermitteln. Das soll sich ändern. Darlehensnehmer können in Zukunft auf ein Rückzahlungsmodell mit fixer Rate umsteigen.
Die novellierte Wohnbauförderung geht jetzt in Begutachtung und soll ab 1. Jänner 2019 gelten.
Die Wohnbauförderung beträgt pro Jahr in Salzburg 144 Millionen Euro. Damit wird die Wohnbeihilfe, aber auch Sanierungen und Eigentumsförderung finanziert. 112,56 Millionen Euro von diesen 144 Mio. Euro kommen vom Bund.

Aufgerufen am 13.12.2018 um 10:25 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/neue-wohnbaufoerderung-wer-weniger-boden-verbraucht-wird-vorgereiht-39138490

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