Politik

Neuer Rückschlag für 380-kV-Kabelkämpfer

Die Staatsanwaltschaft Wien stellt das Verfahren gegen den Medizin-Gutachter ein.

380-kV-Mast SN/robert ratzer
380-kV-Mast

Im Streit um die geplante 380-kV-Freileitung von Elixhausen nach Kaprun müssen die Gegner juristisch eine weitere Niederlage einstecken. Die IG Erdkabel hatte den humanmedizinischen Gutachter im Verfahren bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Einer der Vorwürfe: Der Experte habe eine (strenge) europäische Richtlinie über das Blutkrebsrisiko für Anrainer außer Acht gelassen. Die Kabelkämpfer sind aber abgeblitzt: Die Staatsanwaltschaft Wien hat das Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der falschen Beweisaussage vor Kurzem eingestellt. Der Gutachter habe dargelegt, dass die Richtlinie nicht auf Hochspannungsleitungen anzuwenden sei. Die Staatsanwaltschaft sieht in der Causa 380 kV einen "Expertenstreit auf hohem Niveau". Strafrechtliche Vorwürfe gegen den Gutachter gingen ins Leere. Es liege vielmehr eine verwaltungsrechtliche Angelegenheit vor.

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