Politik

Neuer Verkehrsknoten für den Flachgau

Der Bahnhof Neumarkt wird ausgebaut, Ende 2017 halten hier Intercity- Züge. Bei der Hochleistungsstrecke heißt es aber weiter: Bitte warten.

Neuer Verkehrsknoten für den Flachgau SN/stefan veigl
Sie freuen sich über ein 50-Millionen-Euro-Paket für den Ausbau des Bahnhofs Neumarkt-Köstendorf - samt baldigem Intercity-Halt: ÖBB-Infrastruktur-Projektleiter Christian Höss und die Bürgermeister Adi Rieger (Neumarkt), Wolfgang Wagner (Köstendorf).

Wien mit dem Zug in zwei Stunden zu erreichen: Dieses Fernziel rückt für die Flachgauer mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 näher. Denn fix ist, dass Ende 2017 erstmals Intercity-Züge im bisherigen Regionalbahnhof Neumarkt-Köstendorf halten werden. Konkret ist es je ein Intercity pro Stunde in beide Richtungen. Weiters fix ist, dass Neumarkt-Köstendorf ab 2019 groß ausgebaut wird - zum neuen Verkehrsknotenpunkt für den Flachgau. Insgesamt werden ÖBB, aber auch Land und Gemeinden hier 50 Millionen Euro investieren, sagt der ÖBB-Infrastruktur-Projektleiter für Salzburg, Christian Höss. Die bis Ende 2021 dauernden Bauarbeiten umfassen folgende Punkte:

Park-&-Ride-Platz: Erstes Teil-Projekt ist der Bau einer Park-&-Ride-Anlage in Neumarkt mit knapp 250 zusätzlichen Stellplätzen - samt Radständern und Regionalbusterminal. Höss: "Dazu haben die ÖBB 8000 m222 Grund gleich neben dem Bahnhof gekauft." Weil für die P-&-R-Anlage keine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) nötig ist, wird sie schon im Laufe des Jahres 2018 realisiert.

Bahnsteige/Unterführungen:
Zweiter Baustein ist, dass sowohl im Bahnhof Neumarkt-Köstendorf als auch im benachbarten Bahnhof Steindorf (Gemeinde Straßwalchen) neue "Inselbahnsteige" sowie je eine neue Unterführung samt Lift errichtet werden. Damit werden beide Bahnhöfe barrierefrei. Höss: "Damit entfallen etwa in Steindorf die derzeitigen ,Erdbahnsteige' samt Zugang über die Schienen. Das macht den Bahnbetrieb für die Fahrgäste sicherer und bequemer." Um den Intercity-Halt mit Ende 2017 zu ermöglichen, müssen in Neumarkt die zwei bestehenden Bahnsteige schon vorher provisorisch auf 220 Meter verlängert werden. Höss betont, dass alle Bauarbeiten bei vollem Betrieb der Bahnhöfe durchgeführt werden sollen. "Ein Schienenersatzverkehr wird, wenn, dann nur für Steindorf und da nur für einige Tage nötig sein."

Drittes Gleis nach Steindorf: Für die 900 Meter lange Strecke von Neumarkt nach Steindorf wird ein drittes Gleis gebaut. Das soll bereits ab Dezember 2017 einen unechten Halbstundentakt auf der S-Bahn zwischen Straßwalchen und Salzburg ermöglichen - worauf das Land Salzburg gedrängt hatte. Verkehrslandesrat Hans Mayr (SBG): "Unecht ist der Takt deswegen, weil es zwar zwei Züge pro Stunden geben wird, sie aber nicht genau im Halbstundenabstand fahren werden." Einen echten Halbstundentakt werde es ("im Idealfall") erst geben, wenn das dritte Gleis Ende 2021 in Betrieb gehe, sagt Mayr.

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