Politik

Neues Zentrum für Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen

Das Land Salzburg und die Sozialversicherung schließen eine Lücke in der Versorgung.

Landesrat Heinrich Schellhorn, Ulrike Altendorfer-Kling (Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie), Kanita Dervic (Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und ärztliche Leiterin des Zentrums), Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl (v. l.). SN/lmz
Landesrat Heinrich Schellhorn, Ulrike Altendorfer-Kling (Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie), Kanita Dervic (Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und ärztliche Leiterin des Zentrums), Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl (v. l.).

Das Land Salzburg und die Salzburger Gebietskrankenkasse eröffnen nun das psychosoziale Versorgungs- und Beratungszentrum für Kinder und Jugendliche, kurz PVBZ, in der Landeshauptstadt. Ein multidisziplinäres Team aus Psychotherapeuten, Sozialarbeitern, Psychologen und Fachärzten bietet den betroffenen Kindern und Familien unter der Leitung der Universitätsprofessorin für Kinder- und Jugendpsychiatrie Kanita Dervic Unterstützung bei komplexeren Problemlagen. Ergänzend zu diesem neuen Angebot im Zentralraum Salzburg wird für die südlichen Bezirke des Landes die Kinderseelenhilfe die psychosoziale Betreuung von Minderjährigen übernehmen. Mit diesen neuen Angeboten sei ein Meilenstein zur Verbesserung der psychosozialen Betreuung unserer Salzburger Kinder gesetzt, sind sich Gesundheits- und Spitalsreferent LH-Stv. Christian Stöckl, Sozialreferent Landesrat Heinrich Schellhorn und SGKK-Direktor Harald Seiss einig.

Seit 1. Dezember werden Kinder und Jugendliche aus dem Zentralraum in den Räumlichkeiten des PVBZ auf dem Gelände des Landeszentrums für Hör- und Sehbildung, Gailenbachweg 3, betreut. Das Angebot reicht von Diagnostik, ärztlicher oder psychologischer Behandlung, Psychotherapie, Beratung bis hin zu intensiver Betreuung.

Die Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie Ulrike Altendorfer-Kling leitet ein Team aus Psychotherapeuten, Psychologen und Ergotherapeuten, das dezentral im Pinzgau, Pongau und Lungau ab Jänner 2018 zur Verfügung steht.

Das Land und die Salzburger Sozialversicherungsträger haben gemeinsam ein Konzept für eine optimale Betreuung für junge Patientinnen und Patienten bis zum 18. Lebensjahr entwickelt. Die jährlich notwendige Summe von 800.000 Euro wird je zur Hälfte vom Land und der Sozialversicherung aufgebracht.

"Rund 2500 Kinder mit psychischen Problemen bekommen bereits therapeutische oder ärztliche Unterstützung außerhalb der Kliniken, finanziert durch die Krankenversicherung. Viele dieser Kinder brauchen aber mehr als nur eine Einzelleistung. Sie brauchen eine umfassende Betreuung, die auch ihr soziales Umfeld miteinbezieht", erklärt Harald Seiss.

SPÖ-Chef Walter Steidl reagiert so: "Endlich wird ein Psychosoziales Zentrum für Kinder und Jugendliche eingerichtet. Zum Ende meiner Amtszeit als Gesundheitsreferent habe ich Christian Stöckl und Heinrich Schellhorn ein vorbereitetes und ausfinanziertes Projekt zur psychosozialen Betreuung und Versorgung von Kinder und Jugendlichen übergeben. Vier Jahre später wird es endlich umgesetzt."

(SN)

Aufgerufen am 16.01.2018 um 10:27 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/neues-zentrum-fuer-kinder-und-jugendliche-mit-psychischen-erkrankungen-21401578

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