Politik

Oberndorf: Ein neues Gymnasium auf der grünen Wiese

Dass heute noch neue Gymnasien gebaut werden, ist selten. Oberndorf ist so ein Glücksfall. Auch andere Schulen freuen sich über Investitionen.

Oberndorf: Ein neues Gymnasium auf der grünen Wiese SN/kolarik/rohrer
Für zwei Jahre Containerschule, aber  der Neubau ist fix: Peter Schröder und die Leiterin des BORG Oberndorf,  Karin Hochradl.  

Rechtzeitig zum heutigen Schulbeginn tut sich auch bei Salzburgs Höheren Schulen einiges in puncto Neu- und Umbauten. Neben dem Christian-Doppler-Gymnasium und HAK sowie HLW Neumarkt, bei denen seit Sommer Bauprojekte laufen, gibt es auch an einigen anderen Standorten Grund zur Freude.

BORG Oberndorf: Die 5500-Einwohner-Stadt hat bereits seit 2011 ein eigenes Oberstufen-Gymnasium. Räumlich war es in der ehemaligen Hauptschule untergebracht. Organisatorisch ist es eine Zweigstelle des BORG Nonntal. Nun gibt es aber endlich grünes Licht aus Wien, dass in Oberndorf ein eigenes Schulgebäude gebaut werden kann. Bgm. Peter Schröder (SPÖ): "Es ist geplant, mit Ende Oktober den Bau zu starten. Wir werden in der Gemeindevertretung Ende September die ersten Bau-Aufträge vergeben." Denn 85 Prozent der Kosten würden bis dahin feststehen - und das sei mit dem Bund als Startsignal für den Bau vereinbart worden. Gebaut werden soll ein achtklassiges Schulhaus - das auf zehn Klassen erweitert werden kann - samt Normturmhalle. Denn Wettbewerb hat das Salzburger Architekturbüros Megatabs von Daniel Hora gewonnen.

Schröder: "Die Stadt Oberndorf ist der Bauherr und der Bund zahlt das Darlehen, das wir für den Bau aufnehmen, in zehn Jahresraten ab." Die Errichtungskosten lägen derzeit bei geschätzten 11,3 Mill. Euro.

Die alte Hauptschule, die zwischendurch auch als Ausweichquartier für die bereits neu gebaute HAK gedient hat, wurde bereits abgerissen. Die Gymnasiasten werden also ab heute, Montag, für rund zwei Jahre in die eben erst fertig bezogene Containerschule ziehen. Diese sieht Landesschulrats-Direktor Andreas Mazzucco sogar als "Verbesserung zum Status Quo. Denn das alte Schulgebäude war am Ende total kaputt."

Der Bürgermeister freut sich, dass die Entscheidung für den Bau vergleichsweise schnell gefallen sei: "Das hat auch mit dem guten Einvernehmen mit dem Bund zu tun." Denn immerhin seien beim Bau der HAK/HASCH die Kosten sogar um zwei Millionen Euro unterschritten worden, betont Schröder. Mazzucco sagt, dass die Unterfertigung des Mietvertrags mit dem Bund bald über die Bühne gehen werde.


Akademisches Gymnasium:
Das traditionsreiche Gymnasium ist im Sommer 2014 vom Rainberg in die letzten stehengebliebenen Plattenbauten der Uni im Nonntal übersiedelt. Das Stammhaus wurde seither um 20 Mill. Euro generalsaniert - nach Plänen des Architekturbüros ZT Arquitectos. Direktor Klaus Schneider freut sich, dass nun ein Ende in Sicht ist: "Laut letztem Stand werden wir rund um den 8. Dezember ins alte Gebäude zurückkönnen." Für die Übersiedelung gibt es sogar drei freie Tage vom Landesschulrat.

Im sanierten Haus - in dem durch den Umbau keine einzige Innenwand an ihrem Platz blieb - soll es viel mehr Möglichkeiten geben, betont Schneider: "Es gibt dann eigene Räume, die nur für die Tagesbetreuung genützt werden. Dadurch können wir Lernen und Freizeit räumlich trennen." Neu seien auch die vielen Gemeinschaftsflächen: "Es sind immer vier bis fünf Klassen zu einem Cluster zusammengefasst, der jeweils eine eigene Terrasse hat - zum gemeinschaftlichen Lernen und für die Pausengestaltung." Außerdem sollen durch große Doppeltüren bis zu drei Klassen zum "offenen Lernen" zusammengefasst werden können. Weiters solle jeder Lehrer künftig einen eigenen Arbeitsplatz im Gebäude haben - wobei hier alle Kollegen eines Fachbereichs zusammengefasst werden sollen. Schneider: "Jeder Kollege wird endlich einen eigenen Tisch samt Rollcontainer haben." Das Konferenzzimmer solle künftig für Besprechungen und informellen Austausch genutzt werden.

Auch die Pädagogische Hochschule (PH) hat auch etwas davon, dass die Schüler des Akademischen Gymnasiums im Dezember auf den Rainberg zurückübersiedeln: Denn damit wird für die PH-Studenten Platz in den alten Uni-Plattenbauten - als Übergangsquartier für die schon länger geplante Generalsanierung der PH samt Zubau. PH-Vizerektor Christoph Kühberger: "Geplant ist, dass wir im Sommer 2017 übersiedeln und unser Umbau dann im Oktober losgeht." Fix ist, dass der Hof zwischen den beiden Flügeln der PH mit einer Hörsaal-Landschaft verbaut wird - um rund 25 Mill. Euro. Die Pläne stammen vom Büro riccione architekten & bortolotti cede (Innsbruck). Kühberger: "Wenn wir zurücksiedeln, wird auch das ehemalige Pädagogische Institut ins Stammhaus mitübersiedeln. Damit haben wir alles unter einem Dach."

Musisches Gymnasium: Bereits im März 2012 hatte das Salzburger Büro oneroom den Wettbewerb zur Erweiterung des Musischen Gymnasiums um acht Klassen gewonnen. Seither wurde aber gestritten, ob der Entwurf überhaupt technisch machbar sei. Nun gibt es endlich gute Nachrichten, sagt Ernst Eichinger, Sprecher des Gebäudeeigentümers Bundesimmobiliengesellschaft: "Der Entwurf wurde statisch und wirtschaftlich optimiert und wird auch vom Ministerium goutiert. Eine finale Freigabe fehlt aber noch." Geplant sei eine Aufstockung bei laufendem Schulbetrieb - "aber ohne das schwierig zu realisierende Flugdach. Ziel ist ein Baubeginn im Sommer 2017", sagt Eichinger. Kosten soll der maximal zwei Jahre dauernde Bau 14 Mill. Euro und auch die dringend nötige Infrastruktur für die Nachmittagsbetreuung bringen. Außerdem sollen vier Klassen aus ihrem Dasein in Containern erlöst werden.

Aufgerufen am 18.09.2018 um 10:46 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/oberndorf-ein-neues-gymnasium-auf-der-gruenen-wiese-1074196

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