Politik

ÖGK bringt fünf Gesundheitsprojekte in Salzburg auf den Weg

Doch nur ein Bruchteil der einstigen GKK-Rücklagen kommt jetzt Versicherten in Salzburg zu Gute.

ÖGK-Obmann Andreas Huss und Thom Kinberger, der stellvertretende Vorsitzende des Landesstellenausschusses Salzburg.  SN/ögk
ÖGK-Obmann Andreas Huss und Thom Kinberger, der stellvertretende Vorsitzende des Landesstellenausschusses Salzburg.

Bei der Fusion der Bundesländer-Krankenkassen zur Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) flossen 250 Millionen Euro Rücklagen der ehemaligen Salzburger Gebietskrankenkasse nach Wien. Acht Millionen wandern jetzt für fünf Gesundheitsprojekte zurück nach Salzburg. Der ÖGK-Verwaltungsrat hat die Projekte jetzt bestätigt.

Zwei dieser Projekte sind auf Kinder zugeschnitten. Zum einen werden Therapiegruppen für übergewichtige Kinder geschaffen, außerdem startet ein Präventionsprojekt für Kinder psychisch kranker Eltern. Die drei anderen Salzburger Projekte richten sich an chronisch Kranke. Für Menschen mit Herzinsuffizienz wird die Beratung ausgebaut, Angehörige von Demenzpatienten erhalten eine Anlaufstelle, zudem startet ein Programm zur Diabetesprävention.

Die acht Millionen Euro seien ein Tropfen auf den heißen Stein, sagt Thom Kinberger, der stellvertretende Vorsitzende des Landesstellenausschusses Salzburg. Angesichts der Millionen, die im ÖGK-Budget aufgegangen seien, sei diese Summe unbefriedigend. Kinberger spricht von einem "schäbigen Schauspiel". Eigentlich sei 2019 gemeinsam mit dem Land eine Liste von zwölf Präventionsprojekten ausverhandelt worden. 30 Millionen Euro aus den Rücklagen der ehemaligen SGKK seien dafür vorgesehen gewesen. Er betrachte die acht Millionen Euro als erste Tranche, sagt Kinberger. "Ich beharre auf weiteren 22 Millionen Euro, da werde ich nicht lockerlassen."

ÖGK-Obmann Andreas Huss kündigte am Donnerstag ein Programm zum Ausbau des österreichischen Gesundheitswesens bis 2025 an. Demnach soll die hausärztliche Versorgung verbessert werden. Auf dem Plan stehen zudem eine Verbesserung des österreichweiten Impfprogramms, der Ausbau kassenfinanzierter Therapien und der Ausbau der Gesundheitshotline 1450. Huss nannte auch die Betreuung für chronisch Kranke, die Einführung eines Darmkrebs-Screenings und die Stärkung der Kindergesundheit. Bereits beschlossen sei der Ausbau der Psychotherapie auf Kassenkosten. 20.000 zusätzliche Plätze soll es bis Herbst 2021 geben.

Quelle: SN

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