Ohne Spaß: Der Blick über Grenzen kann heilsam sein

Eine große Stadt hat gute Infrastruktur, die auch für die Bürger des Umlands attraktiv ist. Das trifft auf Salzburg nicht zu.

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Politik in Salzburg Thomas Auinger

Zumindest nicht auf Sport und Freizeit. Die Landeshauptstadt hat zum Beispiel kein Erlebnisbad, kein Stadion und keine brauchbare Sporthalle. Stadt-Salzburger müssen in den Flachgau, Tennengau oder gar nach Bayern ausweichen.

Bürgermeister Heinz Schaden brüstet sich mit Stadt-Rücklagen jenseits der 100-Millionen-Euro-Grenze. Das mag schön für den Finanzreferenten sein, aber nicht für die Bevölkerung. Kein Wunder, dass die Stadtpolitik so viel Steuergeld herumliegen hat. Sie ist ja uneinig, wofür sie es sinnvoll ausgeben soll. Das Debakel mit dem Spaßbad kostet die meisten Landbürgermeister bestenfalls noch ein müdes Lächeln.

Selbstverständlich sind Gemeindestuben mit meist klarer Mehrheit einfacher zu führen als der komplizierte Apparat Magistrat und die zersplitterten Stadtparteien. Aber ein bisschen Nachhilfe im Projekte-Umsetzen könnte nicht schaden.

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