Politik

Pappkameraden vor dem Krankenhaus Oberndorf: Gewerkschaft fordert mehr Personal

Mit einer ungewöhnlichen Aktion machte die Gewerkschaft vida auf die Personalprobleme in Salzburgs Spitälern aufmerksam. Auch sie würden die 35-Stunden-Woche für die Pflege begrüßen.

20 Prozent mehr Pflegepersonal in den Spitälern: Dieser Forderung verlieh die Gewerkschaft vida mit einer Aktion vor dem Krankenhaus Oberndorf Ausdruck: Eine Gruppe von Pappkameraden stellten die Gewerkschafter vor dem Krankenhaus auf. In Sprechblasen beklagen sich die Pflegekräfte aus Papier über die hohe Arbeitsbelastung und fordern zusätzliche Kollegen. Die Forderung nach 20 Prozent mehr Personal sei gestützt auf Berechnungen der Arbeiterkammer und des Sozialministeriums, sagt vida-Landesvorsitzender Rudolf Schuchter. "Demnach fehlen in Österreich bis zum Jahr 2030 rund 75.000 Pflegekräfte." Das entsprechende Personal ließe sich finden, wenn es die Entscheidungsträger in den vergangenen Jahren nicht versäumt hätten, den Beruf attraktiv zu machen. "Den Leuten fehlt es an Wertschätzung und Zufriedenheit", sagt Schuchter.

Die Gewerkschaft vida schließt sich auch der Forderung ihrer Kollegen der Gewerkschaft gpa-djp an nach einer 35-Stunden-Woche an. "Das würde ja letztlich auch bedeuten, dass mehr Personal eingestellt wird." Die Gewerkschaft vida vertritt Pflegekräfte, die in Privatspitälern angestellt sind.

Quelle: SN

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