Politik

Piesendorferin zur neuen Landesbäuerin in Salzburg gewählt

Claudia Entleitner folgt auf Elisabeth Hölzl nach, die das Amt nach 15 Jahren zurück gelegt hat. Entleitner ist Biobäuerin. Sie bewirtschaftet mit ihrem Mann Paul einen Milchviehbetrieb mit 120 Stück Vieh.

LK-Präsident Rupert Quehenberger und die neue Landesbäuerin, Claudia Entleitner – sowie ihre beiden Stellvertreterinnen Monika Stöllberger aus Holzhausen (links) und Julinde Posch aus Abtenau (rechts). SN/lk/daniela eder
LK-Präsident Rupert Quehenberger und die neue Landesbäuerin, Claudia Entleitner – sowie ihre beiden Stellvertreterinnen Monika Stöllberger aus Holzhausen (links) und Julinde Posch aus Abtenau (rechts).

Claudia Entleitner (49), Bauernbäuerin aus Piesendorf, wurde am Dienstag im Hotel Heffterhof in Salzburg-Parsch zur neuen Salzburger Landesbäuerin gewählt - mit 113 von 113 Stimmen. Die Pinzgauerin folgt damit Elisabeth Hölzl (62) aus Eben nach, die das Amt 15 Jahre lang ausgeübt hat. Rupert Quehenberger, Präsident der Landwirtschaftskammer Salzburg: "Egal, ob es um die Almwirtschaft geht, um heimische Lebensmittel oder die Zukunft unserer Höfe: Claudia Entleitner ist eine leidenschaftliche Kämpferin für die Anliegen der Betriebe und genau die richtige Person an der Spitze unserer Bäuerinnenorganisation."

"Wir als Bäuerinnen sind ein starker Motor am Land"

Claudia Entleitner, eine Biobäuerin, bewirtschaftet mit ihrem Mann Paul und den drei Kindern einen Milchviehbetrieb in Piesendorf. Entleitner: "Die Erwartungen an die Landwirtschaft steigen. Gerade deshalb ist es wichtig, den Dialog mit der Bevölkerung zu führen. Die Betriebe stehen vor vielen Herausforderungen und wir müssen gemeinsam Zukunftslösungen für den ländlichen Raum finden, wo die Landwirtschaft einen wichtigen Platz einnimmt und es Wertschätzung für die Arbeit der Bäuerinnen und Bauern gibt. Wir als Bäuerinnen sind ein starker Motor am Land und wir wollen hier einen Beitrag leisten."

Sensibilisierung für gesunde Lebensmittel ist wichtig

LK-Vizepräsidentin Elisabeth Hölzl will die neu gewählte Landesbäuerin voll unterstützen: "Die Ernährung und das Wissen über Lebensmittel sind gerade im Hinblick auf ein ressourcenschonendes Handeln wichtiger denn je zuvor. Die Sensibilisierung der Kinder und der Eltern für gesunde Lebensmittel ist heute ein wesentlicher Teil der Bäuerinnenarbeit geworden."

"Die Bäuerinnen sind die neuen Managerinnen im ländlichen Raum"

"Die Bäuerinnen sind die neuen Managerinnen im ländlichen Raum", sagt LK-Präsident Quehenberger. Im Bundesland Salzburg wird bereits ein Drittel der knapp 8000 landwirtschaftlichen Betriebe von Frauen geführt. 1972 wurde die Arbeitsgemeinschaft Österreichische Bäuerinnen gegründet. Sie vertritt heute als Verein die Interessen von rund 130.000 österreichischen Bäuerinnen in allen neun Bundesländern. In Salzburg wurden in den vergangenen Wochen und Monaten 120 Ortsbäuerinnen neu bzw. wiedergewählt. Mit den fünf Bezirksbäuerinnen und der Landesbäuerin bilden die Bäuerinnen ein sehr aktives Netzwerk im ländlichen Raum.

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