Politik

Primar für Gynäkologie Tamsweg: Neubesetzung vorerst gescheitert

Bis Ende des Jahres will man einen Bewerber gefunden haben.

Das Krankenhaus Tamsweg sucht weiter nach einem Primar für die Gynäkologie. SN/salk
Das Krankenhaus Tamsweg sucht weiter nach einem Primar für die Gynäkologie.

Seit dem Frühjahr suchen die Salzburger Landeskliniken (SALK) nach einem neuen Primar für die Gynäkologische Abteilung im Krankenhaus Tamsweg. Vor dem Sommer vermeldeten die SALK, dass man mehrere interessante Bewerber habe. Dem Vernehmen nach hat es mit einem Bewerber konkrete Verhandlungen gegeben.

Der Landessanitätsrat hat aber laut SN-Informationen seine Zustimmung zu dem Bewerber nicht gegeben. Inhaltlich wollten die SALK dies aus Datenschutzgründen nicht kommentieren, es wurde aber bestätigt, dass aus der Bewerbung nichts geworden sei. Man sei aber zuversichtlich, dass man bis Ende des Jahres eine Lösung haben werde. Das Bewerbungsverfahren laufe noch, es gebe auch Bewerbungen.

Wie berichtet, verließ der bisherige Primar der Gynäkologie Ende April nach gut einem Jahr das Spital. Vor dessen Einstellung hatte man monatelang nach einem neuen Primar gesucht. Bei der jetzigen Suche gingen die Landeskliniken neue Wege: Man bot Mitarbeitern, die einen Kandidaten empfehlen können, eine Prämie - vorausgesetzt, es kommt zu einer Anstellung.

Die offene Stelle bringt auch Schwierigkeiten für den Spitalsbetrieb: Denn die verbliebenen Kollegen müssen alle Nachtdienste in der gynäkologischen Abteilung besetzen. Derzeit läuft eine Übergangslösung mit einem pensionierten Gynäkologen, der im Krankenhaus Tamsweg aushilft. Dieses Modell wurde nun bis Ende des Jahres verlängert. Das Primariat für Gynäkologie in Tamsweg ist auch deshalb so wichtig, weil es nötig ist, um eine Geburtenstation in dem Spital betreiben zu können.

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