Politik

Rassistischer Kommentar über WM-Sieger Frankreich: FPÖ-Funktionär muss zurücktreten

Der stellvertretende FPÖ-Parteichef der Gemeinde Bruck hat die französischen Fußballnationalspieler auf Facebook als "Kongoaffen" bezeichnet. Er trat am Wochenende zurück - auf Anraten der Landespartei, wie es heißt.

Symbolbild. SN/robert ratzer
Symbolbild.

FPÖ-Landespressesprecher Dom Kamper bestätigte einen Bericht der Onlineplattform "Salzburg24". Demnach postete der stellvertretende Ortsparteichef der FPÖ Bruck nach dem Fußball-WM-Sieg der Franzosen auf Facebook: "Diese Kongoaffen sollte man einfach ignorieren! Das sind einfach keine Weltmeister."

Der betreffende Gemeindepolitiker sei am Wochenende auf Anraten der Landespartei zurückgetreten, sagte Kamper auf APA-Anfrage: "Er hat die Konsequenzen gezogen und ohne Verzögerung seinen Rücktritt erklärt."

Bereits im Frühjahr war der FPÖ-Politiker mit einem Statement im Internet aufgefallen. Er tat seinen Ärger über die Europäische Union kund und drohte einem Andersdenkenden mit den Worten "....wenn mich wer über die EU belehren will soll er das bei mir Zuhause machen unter 4 Augen. Ich betonier dieser schlauen Person die Fresse!"

Nach einer Zurechtweisung durch die Partei wegen dieser Entgleisung, die strafrechtlich aber nicht relevant sei, habe der Funktionär Besserung versprochen, sagte Kamper. Es sei auch im Sinne von Landesparteiobfrau Marlene Svazek gewesen, den Mann nicht gleich aus der Partei rauszuschmeißen, sondern ihm eine zweite Chance zu geben.

Doch das rassistische Posting des Funktionärs gegen den neuen Fußball-Weltmeister 2018 habe eine Grenze überschritten. "Als wir darauf aufmerksam gemacht worden sind, haben wir mit ihm Kontakt aufgenommen. Er hat sich sehr kooperativ gezeigt und all seine politischen Funktionen zurückgelegt." Ansonsten wäre der Ausschluss des Politikers erfolgt, erklärte der FPÖ-Pressesprecher.

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