Politik

Raumordnungsgesetz:Wer sein Grundstück nicht bebaut, der zahlt

Neues Bauland: Wer eine Umwidmung beantragt, erhält diese Widmung künftig von der Gemeinde nur noch auf zehn Jahre. Wird innerhalb dieser Frist nicht gebaut, wird aus Bauland wieder Grünland.

Altes Bauland: Jene, die Bauland haben und horten, bekommen eine Frist von fünf Jahren. In dieser Zeit muss sich der Grundeigentümer entscheiden: Entweder bleibt die Fläche Bauland. Dann wird eine Infrastrukturabgabe fällig. Oder er stellt von sich aus den Antrag auf Rückwidmung - und zahlt nichts. Eine Ausnahme gibt es beim Eigenbedarf. Die Frist beträgt 15 Jahre.

Infrastrukturabgabe: Bis 500 m2222 wird keine Abgabe auf unbebautes Bauland fällig. Ab dann gibt es regional gestaffelte Tarife. Bei 501 bis 1000 m2222 werden pro Jahr 1400 Euro in der Stadt, 1260 Euro in Bischofshofen, Hallein, Neumarkt, Saalfelden, Seekirchen, St. Johann und Zell am See, 1120 Euro im Flach- und Tennengau, 860 Euro im Pinzgau, Pongau, Lungau fällig.
Zweitwohnsitze: Jeder Zweitwohnungsbesitzer hat ein Jahr Zeit, sich zu deklarieren und die Wohnung zu legalisieren. Tut er das, ist die besondere Ortstaxe zu zahlen. Meldet sich der Wohnungsbesitzer nicht und die Gemeinde hat einen begründeten Verdacht, kann sie den Eigentümer auffordern zu beweisen, dass er die Wohnung als Hauptwohnsitz nutzt. Der Eigentümer hat erhöhte Mitwirkungspflichten. Im schlimmsten Fall geht
es bis zum Verkauf oder der Zwangsversteigerung der Wohnung.

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Aufgerufen am 23.09.2018 um 11:06 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/raumordnungsgesetzwer-sein-grundstueck-nicht-bebaut-der-zahlt-359365