Politik

Rössler zu Tempo 80: "Will Lenker nicht schikanieren"

Anfangs war es emotional und untergriffig - aber nach rund einer Stunde beruhigten sich die Gemüter: So lässt sich die erste von fünf Bürgerdiskussionen zu Tempo 80 auf der Stadtautobahn zusammenfassen.

Die Diskussion ging Mittwochabend beim Lieferinger Hartlwirt über die Bühne. Eingeladen hatte die grüne LH-Stv. Astrid Rössler, die mit dem Leiter der Umweltschutzabteilung, Othmar Glaeser, am Podium saß. Kritisch gesehen wurden von vielen Bürgern die vom Land präsentierten Emissionsdaten - aber auch die Tatsache, dass während des Probebetriebs von Jänner bis März 2014 Lkw weiter 80 km/h fahren dürfen und nicht etwa 60 km/h. Glaeser konterte mit Fakten: "Die Emissionszahlen rechnet die TU Graz für uns hoch. Das machen gar nicht wir." Und bei Lkw sei ein Sechziger nicht sinnvoll, weil dann deren Emissionen sogar noch höher seien, sagte Glaeser.

Zentrales Argument GesundheitsschutzRössler argumentierte mit dem Gesundheitsschutz: "Ich will ja nicht Autolenker mutwillig schikanieren." Weiters sei das Tempolimit ein viel geringerer Eingriff als andere im Gesetz vorgesehene Alternativen wie zeitlich beschränkte Fahrverbote oder Fahrverbote für Fahrzeuge mit höheren Emissionen. Zwischendurch gab es verbale Gefechte zwischen Mitgliedern der Plattform "Gegen Tempo 80" und jenen der Bürgerinitiative Liefering, die das Tempolimit begrüßten. Nur in einem Punkt waren sich beide Gruppen einig: "Wer sich nicht ans Tempolimit hält, soll mehr kontrolliert und bestraft werden."

Ein erstes positives Resümee nach dem Auftakt zieht Rössler und sagt, dass es viele interessante Fragen gegeben habe, die gezeigt haben, dass Tempoi 80 eine sehr technische und komplexe Materie sei. Auch wenn es gelungen sei, einige Fragen zu klären und Missverständnisse auszuräumen, gebe es noch Informationsbedarf. "Am Schutz der Gesundheit der Bevölkerung führt kein Weg vorbei", so Rössler.

Quelle: Sn-stv

Aufgerufen am 14.11.2018 um 10:26 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/roessler-zu-tempo-80-will-lenker-nicht-schikanieren-4241563

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