Politik

Salzburg AG: Sind 88.000 Euro Bonuszahlung für den Vorstand gerechtfertigt?

Nach der Obusmisere werden die Bonuszahlungen für die beiden Vorstände der Salzburg AG erstmals öffentlich in Frage gestellt. Die Stadt fordert außerdem Antworten, warum sie für eine Obuslinie bezahlt, die derzeit nicht fährt.

In der Bayerhamerstraße tagt Freitagnachmittag der Aufsichtsrat in einer außerordentlichen Sitzung, um neue Obusse zu bestellen.  SN/robert ratzer
In der Bayerhamerstraße tagt Freitagnachmittag der Aufsichtsrat in einer außerordentlichen Sitzung, um neue Obusse zu bestellen.

Der Aufsichtsrat der Salzburg AG tritt heute, Freitagnachmittag, zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. Grund dafür ist die Misere um die Obusflotte. Nach einer Ausschreibung soll nun die Bestellung 15 neuer Obusse abgesegnet werden.

Abseits davon zieht Bürgerlisten-Gemeinderat Bernhard Carl nun die Bonuszahlungen der beiden Salzburg-AG-Manager in Zweifel. "Es stellt sich die Frage, ob die Boni im heurigen Jahr gerechtfertigt sind. Wenn man die Bonuszahlungen am Image und vor allem am Krisenmanagement misst, dann wird es in der Bevölkerung schwer zu erklären sein, warum man Boni von je 88.000 Euro ausbezahlt", sagt Carl. Die beiden Salzburg-AG-Chefs erhielten zuletzt je rund 88.000 Euro brutto an Bonus. Im Geschäftsbericht 2017 sind die Bezüge der zwei Vorstände inklusive der variablen Bezüge zusammengefasst. Diese beliefen sich auf 634.840 Euro.

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