Politik

Salzburger Corona-Hilfe für Afrika

Land Salzburg stellt Schutzausrüstung und Hilfsgüter für Krankenhaus in Kenia sowie Ärztestationen in Tansania und DR Kongo.

Im Mathare Slum in Kenias Hauptstadt Nairobi muss bei den Schutzmaßnahmen improvisiert werden. SN/lk/austrian doctors
Im Mathare Slum in Kenias Hauptstadt Nairobi muss bei den Schutzmaßnahmen improvisiert werden.

Die Corona-Krise trifft die Ärmsten der Welt mit unglaublicher Härte. Menschen in Gesundheitsberufen können sich in vielen afrikanischen Ländern nicht schützen, da Masken und Desinfektionsmittel in manchen Regionen nicht mehr leistbar sind. Drei medizinische Einrichtungen in Afrika werden deshalb vom Land Salzburg mit 60.000 Euro bei der Beschaffung von Schutzausrüstung und anderen lebensnotwendigen Gütern finanziell unterstützt.

Dominoeffekt droht

Die Hilfe des Landes wirkt doppelt: Zum einen mit Schutz und Unterstützung für österreichische Ärzte, die großartige Arbeit für die Menschen vor Ort leisten, und zum anderen mit dem Schutz der Bevölkerung, denn das Corona-Virus kann in Afrika zu einem katastrophalen Dominoeffekt führen.

Österreichische Ärzte vor Ort

Eine der unterstützten Einrichtungen ist das von der Organisation Austrian Doctors betriebene Krankenhaus im Mathare Slum in Kenia. "Die Corona-Krise trifft die Menschen dort besonders hart. Seit 29. März dürfen sie nur mehr untertags das Haus verlassen. Tagelöhner und Essensverkäufer müssen nun auf einen Großteil ihres Einkommens verzichten, einige haben gar keinen Verdienst mehr. Dies führt dazu, dass es den Menschen nun am Notwendigsten fehlt - an Essen und hygienischen Artikeln", schildert Severin Schwaiger von den Austrian Doctors die Situation vor Ort.

"Wir wissen, wo das Geld ankommt"

Darüber hinaus werden eine Ärztestation in Tansania und eine in der Demokratischen Republik Kongo unterstützt. "Das Geld kommt aus den Mitteln der Entwicklungszusammenarbeit. Dank der guten Kenntnis der Partnerorganisationen durch den Salzburger Entwicklungspolitischen Beirat konnten wir sehr schnell reagieren, diese Projekte prioritär behandeln", erklärt Landesrätin Andrea Klambauer. "Wir wissen, wo das Geld ankommt, und bekommen selbstverständlich auch Berichte über die Wirksamkeit der Maßnahmen. Gemeinsam gelingt es hoffentlich, auch in diesen Ländern die Krankheit einzudämmen. In einer globalisierten Welt übernehmen wir auch Verantwortung für jene Menschen, die diese Unterstützung am dringendsten brauchen."

Quelle: SN

Aufgerufen am 26.11.2020 um 11:09 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/salzburger-corona-hilfe-fuer-afrika-86978125

Kommentare

Schlagzeilen