Politik

Salzburger FPÖ fordert Ende der Maskenpflicht in der Gastronomie

Bei den Gästen würde die Maskenpflicht ein "Klima der Angst" erzeugen, was zur Folge habe, dass viele gar nicht ins Gasthaus gingen, sagt Parteichefin Marlene Svazek. Aber auch das Servicepersonal leide unnötig. Mit 300 Millionen Euro innerhalb von drei Jahren soll das Land zudem den Hoteliers unter die Arme greifen - als Geschenk, nicht als Kredit.

Die Maskenpflicht für Gäste und Servicepersonal in der Gastronomie sei "absurd" und gehöre abgeschafft. Das sagt die Salzburger FPÖ-Parteiobfrau Marlene Svazek. Es mache keinen Unterschied, ob man ohne Maske am Tisch sitze oder auch schon die "paar Meter" davor ohne Mund-Nasen-Schutz durch ein Lokal gehe. Bei den Gästen würde die Maskenpflicht ein "Klima der Angst" erzeugen, was zur Folge habe, dass viele gar nicht ins Gasthaus gingen. Aber auch das Servicepersonal leide unnötig. "Der Kellner muss Maske tragen - der Gast aber nicht. Dadurch fühlen sich die Kellner weniger wert", erklärt FPÖ-Landtagsabgeordneter Andreas Teufl, der selbst Hotelier ist.

Von der Salzburger Landesregierung fordert die FPÖ ein 300-Millionen-Euro-Hilfspaket für die Hoteliers. Wenn Salzburger mindestens vier Nächte in einem Salzburger Hotel nächtigen, dann soll ihnen das Land Salzburg die Kosten für die vierte Nacht refundieren. Das ist einer von mehreren Punkten in dem Paket, das aufgeteilt auf drei Jahre der Hotelbranche zugute kommen soll. Maximal 150 Euro pro Haushalt soll der Hotelkosten-Gutschein ausmachen.

Weiters fordert die FPÖ zumindest eine Teilreduktion der 50 Millionen Euro an Tourismusabgabe, die 47.000 Unternehmer jährlich in das Budget des Landes einbringen. Die Chancen, jetzt in der Krise, Österreicher, die in vergangenen Jahren in Ländern wie Griechenland, Türkei oder Italien Urlaub gemacht haben, für einen Hotelurlaub in Österreich zu gewinnen, schätzt Teufl als "sehr gering" ein. Wegen Corona-bedingter Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit würden sich zwei Millionen Österreicher in einem "Sondernotstand" befinden. "Ich glaube nicht, dass die Österreicher unsere Hotelbetten füllen werden"meint Teufl.

Das Geld für die das 300-Millionen-Euro-Hilfspaket für die Salzburger Hotellerie müsse nicht zwangsläufig aus dem vorhandenen Budget kommen, betonte Marlene Svazek. Die Landesregierung habe in der Coronakrise deutlich gemacht, dass sie bereit sei, neue Schulden zu machen. Das Geld aus dem 300-Millionen-Euro-Forderungspakt der FPÖ soll den Hotelbetreibern geschenkt und nicht in Form eines rückzahlbaren Kredites gewährt werden. Basis bilden die Umsatzzahlen vergangener Jahre.

Von den Maßnahmen der Bundesregierung für die von der Coronakrise stark betroffene Gastronomie und Hotellerie hält FPÖ-Abgeordneter Andreas Teufl nicht viel. Ganz im Gegenteil, die Überbrückungskredite würden viele in eine Schuldenfalle treiben, aus der sie letztlich nicht mehr herauskämen. Was die Halbierung der Getränkesteuer bringt, rechnet er vor: Ein Wirt müsse 1000 Portionen Cola verkaufen, um sich 240 Euro an Getränkesteuern zu ersparen. Das unterstütze die Systemgastronomie, aber nicht die heimischen Wirte - wo ein "gutes Bier und ein guter Wein" gefragt seien.

Quelle: SN

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