Politik

Öffi-Gipfel: Fünf Lösungen, die das Verkehrschaos lindern sollen

Stadt und Land Salzburg wollen nun bei der Lösung der Verkehrsmisere im Ballungsraum enger zusammenarbeiten. Was wurde konkret beschlossen?

Öffi-Gipfel: Fünf Lösungen, die das Verkehrschaos lindern sollen SN/robert ratzer
Am konkretesten und schnellsten werden wohl Lokalbahn-Nutzer vom heute fixierten Öffi-Paket profitieren.

Die Preissenkung des Citytickets auf 365 Euro ab 1. Juli 2017. Die Anschaffung von vier Niederflurmittelteilen für die Salzburger Lokalbahn. Und die Forcierung der Anbindung der Salzburger Umlandgemeinden an das Obusnetz. Das sind die konkretesten Ergebnisse des Stadt-Land-Gipfels zum Thema öffentlicher Verkehr, zu dem LH Wilfried Haslauer (ÖVP) am Freitag eingeladen hatte.

Mit einem Gespräch bei Haslauer, zu dem Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ), Stadtrat Johann Padutsch (BL) und Verkehrs-Landesrat Hans Mayr (SBG) und Vizebürgermeister Harald Preuner (ÖVP) eingeladen wurden, haben Stadt und Land Salzburg heute, Freitag, endlich wieder einen gemeinsamen Weg eingeschlagen, um Lösungen aus der Stau-Misere im Zentralraum zu finden.

Sowohl die Stadt als auch das Land Salzburg werden zusätzliche Budgetgelder zur Verfügung stellen, hieß es danach. Haslauers und Schadens gemeinsamer Kommentar nach dem Termin: "Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass wir hier gut zusammenarbeiten müssen, ansonsten führt der Weg in die Sackgasse. Ein Treffen löst noch nicht alle Probleme, aber es ist eine wichtige Grundlage, um Projekte gemeinsam angehen zu können." Folgende fünf Maßnahmenpakete wurden vereinbart:

1. Ankauf von vier Lokalbahn-Mittelteilen

Fix ist die Anschaffung von vier Niederflur-Mittelteilen für die Salzburger Lokalbahn (S1 Salzburg - Ostermiething/OÖ). Dadurch können hier die Fahrgastkapazitäten um 30 Prozent erhöht werden. Je einen Wagen um eine Million Euro finanzieren Land, Stadt und Salzburg AG. Beim vierten Wagen soll dem Vernehmen nach noch beim Land Oberösterreich angeklopft werden. Bgm. Schaden: "Alternative ist ein paritätische Finanzierung. Im äußersten Fall müsste die Stadt ein Drittel des vierten Mittelteils zahlen."

2. Cityticket kostet ab Juli wieder 365 Euro

Das seit dem Start am 1. Juli 2014 von damals 366 auf mittlerweile 379 Euro erhöhte Cityticket, also die Öffi-Jahreskarte für die Stadt Salzburg, wird billiger: Ab 1. Juli 2017 wird es nur mehr 365 Euro kosten, wovon sich Stadt und Land höhere Verkaufszahlen erwarten. Die Kosten von 1,4 Millionen Euro werden großteils vom Land getragen. Die Stadt trägt 300.000 Euro bei.

3. Neue Park-&-Ride-Plätze

Sofort angegangen werden soll das Projekt, dass der Park-&Ride-Platz beim Messezentrum künftig an rund 300 Tagen im Jahr von Pendlern genutzt werden soll. Zu welchem Preis, ist noch offen. Außerdem hat Verkehrlandesrat Mayr in den SN bereits angekündigt, allein 2017 rund 800 zusätzliche Park-&-Ride-Plätze entlang der Haupt-Pendlerrouten bauen zu wollen: Allein 180 sollen am Bahnhof Neumarkt entstehen, 90 in Eben. Da jeder Parkplatz rund 4000 Euro kostet, werden dem Land Kosten von rund 3,2 Mill. Euro entstehen.

"

Quelle: SN

Aufgerufen am 19.09.2018 um 09:16 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/salzburger-oeffi-gipfel-fuenf-loesungen-die-das-verkehrschaos-lindern-sollen-916735

Salzburg empfängt Europas Staatschefs

Salzburg empfängt Europas Staatschefs

Es ist ein Treffen der Superlative: Die 28 EU-Staatschef kommen am 19. und 20. September in Salzburg zum EU-Gipfel zusammen. Wie sich Stadt und Land darauf vorbereiten, was der Gipfel für Salzburg und seine …

EU-Gipfel: Kampfjets kreisen um Salzburg

EU-Gipfel: Kampfjets kreisen um Salzburg

Lärm über Salzburg: Flugzeuge und Hubschrauber patrouillieren in einem 60-Kilometer-Radius über den beiden EU-Tagungsorten. Am Dienstag waren die Vorboten des EU-Gipfels deutlich hörbar: Eurofighter und …

Studentin bei der Wohnungssuche in Salzburg betrogen

Studentin bei der Wohnungssuche in Salzburg betrogen

Eine 21-Jährige ging einer Betrügerin auf den Leim: Die Studentin überwies 700 Euro auf ein Konto in Schweden. Eine Gegenleistung gab es nicht. Eine 21-jährige französische Studentin in Salzburg trat via …

Schlagzeilen