Politik

Salzburgs neue Verkehrsstadträtin Unterkofler will Autofahrern Alternativen anbieten

Auf Johann Padutsch (Bürgerliste) folgt Barbara Unterkofler (ÖVP). Sie wird ab 8. Mai das Verkehrsressort in der Stadt Salzburg übernehmen. Damit hat die ÖVP in Stadt und Land den Verkehr in der Hand.

Barbara Unterkofler SN/robert ratzer
Barbara Unterkofler

Das Verkehrsressort wechselt erstmals nach 27 Jahren in der Stadt Salzburg von der Bürgerliste zur ÖVP. Barbara Unterkofler wird ab 8. Mai die Verkehrsagenden in der Landeshauptstadt übernehmen. Ein Ressort "mit viel Respekt, aber auch viel Vorfreude", wie sie meint. Es gehe darum, die großen Themen jetzt anzupacken. Deshalb habe man das Ressort auch für die ÖVP beansprucht. Damit regiert nun nicht nur im Land ein schwarzer Verkehrslandesrat, sondern auch in der Stadt eine schwarze Verkehrsstadträtin. Diese "Stadt-Land-Achse" will Unterkofler auch nutzen. Worauf sich die Autofahrer jetzt einstellen müssen? "Ich will das sinnvoll angehen. Es geht um den Ausbau der Öffis. Ziel ist, gute Alternativen für Autofahrer anzubieten. Es muss gemeinsam mit dem Land eine Angebotsverbesserung geben", sagt Unterkofler. Was das Verkehrsressort betrifft, so wolle sie einen Neustart. "Es wird zuerst intensive Gespräche mit den Beamten geben, um zu sehen, wo wir eigentlich stehen. Dann werden wir gemeinsam einen Fahrplan entwickeln. Wir schauen uns das der Reihe nach an."

Die Verkehrsstadträtin wird künftig auf ein Dienstauto verzichten. "Das entspricht einfach nicht mehr der Lebensrealität." Sie werde künftig "je nach Wetter" alle Verkehrsmittel nutzen, von Rad bis Taxi und Öffis. "Ich bin eine Mutter von drei Kindern. Ich werde das Rad nehmen, wenn es schön ist. Ich werde das Auto nehmen, wenn ich eines meiner Kinder abholen muss. Ich bin da situationselastisch und nehme das Verkehrsmittel, das an dem Tag das Passende ist."

Auch die Stadtplanung wird künftig unter Ressortführung von Barbara Unterkofler stehen. "Da geht es um mehr Bürgerbeteiligung. Man muss das anders aufsetzen als bisher. Es braucht mehr Einbindung der Leute, die muss man von Anfang an mitnehmen. Dann ist die Akzeptanz für große Wohnbauprojekte eine ganz andere." Daher werde man sich auch andere Bürgerbeteiligungsmodelle ansehen, etwa das Modell der Bürgerräte in Vorarlberg. Sie wolle aber auch hart bleiben gegenüber Wünschen von Bauträgern. Was die Stadtplanung betrifft kann Unterkofler wohl auf die Hilfe von ÖVP-Klubchef Christoph Fuchs zählen. "Wir müssen bei Umwidmungen den Hebel nutzen und ihn nicht leichtfertig aus der Hand geben", sagt die Vizebürgermeisterin. Wenn man Grundstücke umwidme, dann müsse es auch einen Mehrwert im öffentlichen Interesse geben.

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