Politik

Schüler planten die Kommandozentrale der Zukunft

Wie können sich Blaulichtorganisationen noch besser für den Notfall rüsten? Darüber zerbrachen sich 70 Schülerinnen und Schüler den Kopf. Die Ideen reichten bis zur intelligente Duftsensorik am Arbeitsplatz. In St. Johann wurden die drei Modelle jetzt erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Die vielen Einsätze der Feuerwehren und anderer Hilfsorganisationen im Schneechaos haben einmal mehr gezeigt: Die rasche und gute Vernetzung zwischen den Einsatzorganisationen ist enorm wichtig. Die Schnittstelle ist immer die Kommandozentrale, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Leitstellen sind sehr gefordert.

Vom Eye-Tracking bis zur Sprach- und Gestensteuerung

Wie sieht die Kommandozentrale der Zukunft aus? Diesem Thema widmete sich ein großes Schülerprojekt im Pongau. 70 Schülerinnen und Schüler der HAK St. Johann, der HLW Elisabethinum St. Johann und der HTL Saalfelden haben Konzepte für die zukünftige Weiterentwicklung mit neuesten Technologien entwickelt - in enger Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Salzburg und der Firma eurofunk Kappacher. Die drei Modelle wurden am Dienstag in St. Johann erstmals öffentlich präsentiert. Dabei flossen auch Aspekte wie Eye-Tracking, 3-D-Visualisierungen, Sprach- und Gestensteuerung, Augmented Reality (computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung), Mobile Devices, Robotik, Big Data oder Ergonomie in die Arbeit ein.

Zirbenduft zur maximalen Entspannung in Stresssituationen

Andrea Oppacher, HLW Elisabethinum St. Johann: "Ich arbeitete gemeinsam mit meiner Projektgruppe intensiv am ,Spacel', einem intelligenten Arbeitsplatz, der sich automatisch an die individuellen ergonomischen Bedürfnisse des Benutzers anpasst. Highlight im ,Spacel' ist unsere Idee, eine intelligente Duftsensorik am Arbeitsplatz zu nutzen. Um auch in der größten Stresssituation die maximale Entspannung zu ermöglichen, empfehlen wir den Einsatz von Zirbenduft."

"Die Schülerinnen und Schüler haben die Aufgaben praxisnah gelöst"

Robert Neubauer, Leitstellendisponent und Projektlehrer der HAK St. Johann: "Die ausgearbeiteten Konzepte überzeugen und vereinfachen unsere vernetzte Arbeit in der Stresssituation eines Notfalles. Besonders bemerkenswert ist es, dass 17-jährige Schülerinnen und Schüler die Herausforderungen so gut erkannten und praxisnah gelöst haben." Auch Petra Baumann, Projektpartner von eurofunk Kappacher, war voll des Lobes: "Die Ideen und Impulse der Generation, die die Technologien bereits nutzen, welche in naher Zukunft zum Alltag in unseren Lösungen zählen werden, können uns den entscheidenden Vorsprung geben." Elfriede Windischbauer, Rektorin der PH Salzburg Stefan Zweig: "Digitalisierung, EDV und naturwissenschaftliche Fächer (Stichwort ,MINT-Offensive') sowie Industrie 4.0. Das sind wichtige und in die Zukunft weisende Themen, die im Aus- und Fortbildungsprogramm der Pädagogischen Hochschule eine zentrale Stelle einnehmen."

Quelle: SN

Aufgerufen am 27.09.2020 um 03:25 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/schueler-planten-die-kommandozentrale-der-zukunft-64941478

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