Politik

Schutz für 300 Häuser: In Bad Hofgastein entsteht Österreichs größtes Hochwasserprojekt

Bis 2025 soll der Hochwasserschutz entlang der Gasteiner Ache fertig sein. Mehr als 20 Millionen Euro werden investiert.

Auf einer Länge von sieben Kilometern wird bis 2025 in Bad Hofgastein ein umfassender Hochwasserschutz errichtet. Rund 300 Objekte mit etwa 825 Personen werden dadurch geschützt. Bund, Land und Gemeinde investieren 21,8 Millionen Euro. Gemessen am finanziellen Volumen sind die Arbeiten in der Pongauer Gemeinde österreichweit das derzeit größte Schutzprojekt. Am Samstag fand der Spatenstich statt. In vier Bauetappen werden insgesamt sechs Projektabschnitte abgewickelt. Anger, Schlossbach, Sportplatz und Kurpark, das Ortszentrum, Gallwies sowie der Bahnhof. Herzstücke des Hochwasserschutzes sind das Rückhaltebecken am Badesee mit einem Fassungsvermögen von rund 540.000 Kubikmetern Wasser sowie der durch die Aufweitung der Gasteiner Ache am Kurpark und in Gallwies entstehende neue Lebensraum für Mensch und Natur. Der zuständige Landesrat Josef Schwaiger sprach von einem "wichtigen Lückenschluss". Der Wall sei für ein 100-jähriges Hochwasser ausgelegt. Er sagte weiter: "Bis 2025 sind im Tal alle Gemeinden - Dorfgastein, Bad Gastein und dann auch Bad Hofgastein - entlang der Gasteiner Ache vor Hochwasser geschützt. An der Entschärfung der Gefahrenstellen am Berg durch Wildbäche und Muren arbeiten wir in Abstimmung mit der Wildbach- und Lawinenverbauung laufend."

Neuer Lebens- und Naherholungsraum

Durch die Aufweitung des Gewässers in Gallwies und im Ortszentrum beim Kurpark kann eine Kombination aus Schutzfunktion und Naturnutzung hergestellt werden. "Wir geben insbesondere der Bevölkerung sowie Pflanzen und Tieren einen wichtigen Lebens- und Naherholungsraum zurück - genau das ist zeitgemäßer Hochwasserschutz", sagt Landesrat Josef Schwaiger. Der Bürgermeister von Bad Hofgastein, Markus Viehauser, ist jedenfalls über das Projekt, das die Gasteiner Ache bändigt, froh: "Für uns bedeutet der Spatenstich sehr viel. Es ist eine Win-win-Situation für das Gewässer, den Naturschutz und natürlich für die Entwicklung des Ortes, da sich viele Häuser in der Überflutungszone befinden", so Viehauser.

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