Politik

Schwungvolle Staffelübergabe von Oberösterreich an Salzburg

Die Strobler Prangerschützen schossen einen Salut für die Landeshauptleute Wilfried Haslauer und Thomas Stelzer. Dann erklang der Rainermarsch. Landeshauptmann Haslauer blieb in seiner Rede Ernst: "Mit Misstrauen zwischen Bund und Ländern werden wir nicht vorankommen."

Die Strecke der Schafbergbahn führt von Oberösterreich nach Salzburg. Ganz ähnlich verläuft in diesem Jahr der Vorsitz der Landeshauptleutekonferenz. Am Freitag hat Landeshauptmann Wilfried Haslauer diesen offiziell von Landeshauptmann Thomas Stelzer übernommen. Beim Festakt am Laimer Urschlag in Strobl betonten beide "den gemeinsamen und erfolgreichen Weg der Länder in diesem herausfordernden Jahr."

Ein Salut der Prangerschützen und der Rainermarsch

Der wichtige Tag für Salzburg fing mit der Taufe zweier neuer Loks für die Schafbergbahn an. Die Namen sind nicht zufällig gewählt: "Land Salzburg" und "Land Oberösterreich". Ein Salut der Strobler Prangerschützen unter Hauptmann Wolfgang Eisl begrüßte die Landeshauptleute Wilfried Haslauer und Thomas Stelzer am Laimer Urschlag. Eine Abordnung der Ortsmusik begrüßte die Gäste mit dem Rainermarsch und die Gastgeberfamilie selber spielte mit flotter Musik auf.

Es wartet "ein forderndes Halbjahr mit sehr viel Arbeit"

So schwungvoll wie es in den Salzburger Vorsitz ging, soll es auch thematisch weitergehen, denn Landeshauptmann Wilfried Haslauer hat sich für die kommenden sechs Monate einiges vorgenommen. "Vor uns liegt ein forderndes Halbjahr mit sehr viel Arbeit. Corona bleibt das bestimmende Thema. Wir müssen viele organisatorische und finanzielle Fragen lösen, Entschädigungsfragen klären und vieles mehr. Mit Misstrauen zwischen Bund und Ländern werden wir nicht vorankommen, sondern nur, wenn wir gemeinsam die Kräfte bündeln, um die Herausforderungen effizient zu bewältigen."

"Es macht Sinn, den Ländern mehr Kompetenzen zuzumuten"

"Österreich hat sich in dieser Krise mit Sicherheit bewährt." So lautete das Fazit von Landeshauptmann Thomas Stelzer über das erste Vorsitz-Halbjahr in der Landeshauptleutekonferenz. Und weiters: "Das Zusammenwirken des Bundes mit den Ländern war die Basis, diese riesige Herausforderung zu bewältigen und es macht durchaus Sinn, den Bundesländern noch mehr Kompetenzen zuzumuten."

Salzburger Vorsitz im Zeichen von "Stabilität und Zuversicht"

Landeshauptmann Haslauer stellt seinen Vorsitz unter das Motto "Stabilität und Zuversicht". Besonders betont werden die Themen Sicherheit, Pflege, Finanzausgleich sowie Nachhaltigkeit und Mobilität. Auch die Regionalität soll im Mittelpunkt des Salzburg-Vorsitzes in der Landeshauptleutekonferenz stehen. "Eine wichtige Lehre aus der Krise ist es, auf dieses Thema und regionales Wirtschaften zu setzen sowie Abhängigkeiten abzubauen", sagte Haslauer.

Strobl für einen Tag in den Mittelpunkt gerückt

Für Gastgeber Josef Weikinger, Bürgermeister von Strobl, war der Festakt zur Vorsitzübergabe eine "ganz besondere Ehre für Strobl. Sowas passiert nicht alle Tage. Das ist ein positives Symbol für unsere Gemeinde und die gesamte Wolfgangseeregion, dass wir gerade in diesen schwierigen Zeiten für einen Tag in den Mittelpunkt gerückt werden."

Gastgeber sorgten für "zufriedene und fröhliche Gesichter"

Elisabeth Laimer, die sich mit Herzlichkeit um ihre Gäste im Laimer Urschlag kümmerte, war "glücklich, dass an diesem besonderen Tag alles gut gegangen ist. Wir haben schon in den vergangenen Tagen und am Freitag seit den frühen Morgenstunden alle Hände voll zu tun gehabt, dass wir beim Festakt für zufriedene und fröhliche Gesichter sorgen können." Und die gab unter anderem auch bei Bundesratspräsident a.D. Robert Seeber aus Oberösterreich, Bundesratspräsidentin Andrea Eder-Gitschthaler, Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf sowie Erzbischof Franz Lackner.

Quelle: SN

Aufgerufen am 12.08.2020 um 09:44 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/schwungvolle-staffeluebergabe-von-oberoesterreich-an-salzburg-89706538

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