Politik

Sepp Schellhorn löst ein Kaffee-Wahlversprechen ein

Der Gastronom wird im Herbst in seinem Haubenrestaurant M32 drei Monate "aufgeschobenen Kaffee" (Caffè sospeso) für Bedürftige ausschenken. Das Versprechen hatte Schellhorn im Wahlkampf abgegeben - auf Aufforderung der "Academy Bar".

Neos-Landessprecher löst ein Versprechen ein – im M32 auf dem Mönchsberg.  SN/APA/BARBARA GINDL
Neos-Landessprecher löst ein Versprechen ein – im M32 auf dem Mönchsberg.

Der Salzburger Gastronom und NEOS-Landessprecher Sepp Schellhorn wird im Herbst ein Versprechen aus dem Landtagswahlkampf im Frühjahr 2018 einlösen. Die für ihre originellen Sprüche auf einer Kreidetafel vor dem Lokal bekannte "Academy Bar" hatte Schellhorns Werbeslogan "Geht ned, gibt's ned" im März wörtlich genommen und ihn öffentlich aufgefordert, Kaffee für bedürftige Menschen zu spenden.

Den "aufgeschobenen Kaffee" soll es im M32 ab September geben

Schellhorn reagierte binnen einer Stunde auf Facebook: "Super Vorschlag, bin dabei! Details gibt's demnächst auf meiner Facebook-Seite." Dann wurde es in der Causa ruhig. Auf APA-Nachfrage erklärte der Salzburger NEOS-Chef am Dienstag, die Aktion ab September in den Räumen seines Lokals M32 am Mönchsberg anzubieten. "Wir werden das einmal über drei Monate im Herbst machen - wenn die Monate kälter werden. Es geht darum, einen Ausgleich zu schaffen. Die Solidarität ist ja nicht nur im politischen und europäischen Kontext nicht mehr vorhanden, sie verschwindet zunehmend auch in der Gesellschaft."

Sollten sich zu wenige Spender finden, will Schellhorn selbst einspringen

Sollten sich zu wenige Gäste finden, die bedürftigen Besuchern mit bezahlten Getränken unter die Arme greifen, wolle er gerne selbst einspringen, sagte Schellhorn. Beim Anstifter, der "Academy Bar", zeigte man sich über die Ansage des Politikers und Gastronomen erfreut: "Uns gefällt, je mehr Lokale an der Aktion teilnehmen."

Die Tradition des "Caffè sospeso" wurde in Neapel geboren

Die Tradition des "aufgeschobenen Kaffees" (Caffè sospeso) stammt ursprünglich aus Neapel. Der Brauch sieht vor, in einer Bar außer dem eigenen Kaffee auch einen oder mehrere weitere Kaffees zu bezahlen. Der Kaffee - oder ein anderes alkoholfreies Getränk - wird im Lokal notiert und auf Nachfrage an Bedürftige ausgeschenkt. Ein Konzept, das die "Academy Bar" seit Jahren praktiziert.

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