Politik

SN-Wahldiskussion: Zeller auf Kuschelkurs

Bei der SN-Diskussion am Mittwochabend zur Bürgermeister- und Gemeinderatswahl versprachen die Zeller Parteien mehr Zusammenarbeit.



In der Zeller Politik ist es oft hoch hergegangen. In Zukunft soll das offensichtlich anders werden. Bei der SN-Diskussion zur Bürgermeister- und Gemeinderatswahl im voll besetzten Ferry-Porsche-Center am Mittwochabend versprachen die Vertreter der Parteien, in Zukunft mehr zusammenzuarbeiten. Auf dem Podium saßen die drei Bürgermeisterkandidaten Peter Padourek (ÖVP), Hans Wallner (SPÖ) und Fidelius Krammel (Grüne) sowie Udo Voglreiter von der FPÖ.

Voglreiter sagte, Zusammenarbeit sei die einzige Lösung. "Sonst schaffen wir nichts. Wir haben die Chance auf eine neue Politik in Zell am See." Krammel meinte, das persönliche Verhältnis unter den vier Politikern auf dem Podium sei gut. "Wichtig ist, dass die Politik auch die Bürger einbezieht. Die Politik ist nicht offen genug." Hans Wallner: "Wir müssen miteinander reden und die Dinge miteinander umsetzen. Dazu müssen wir miteinander umgehen können." Bürgermeister Peter Padourek sagte, das Klima sei schon seit 2009 gut. "Ich wünsche mir, dass wir zusammenhalten, damit wir gemeinsam etwas schaffen können."

Schaffen müssen die Zeller vor allem den Hochwasserschutz für Schüttdorf. Darüber sind sich alle einig. Ebenso, dass man die Themen Verkehrsentlastung für Schüttdorf und Hochwasserschutz nicht verknüpfen dürfe. Das verlangen allerdings die Grundbesitzer. Sie geben keinen Grund für den Hochwasserschutz her, bevor nicht gesichert ist, dass keine große Umfahrung über ihre Wiesen kommt. Sie verlangen, dass eine kleine Umfahrung (Entlastungsstraße) durch Schüttdorf auf Schiene gebracht werden müsse. Nach einer Variante der Entlastungsstraße, die auch die Anrainer akzeptieren, wird noch gesucht.

Padourek sagte, der große Hochwasserschutz müsse bis 2018 fertig sein. "Neben dem großen Schutzprojekt sind auch kleine Maßnahmen nötig. So haben wir Depots für Sandsäcke angelegt. Und wir haben eine Planungsfirma beauftragt, die gemeinsam mit der Feuerwehr ein Projekt ausarbeitet. Dabei geht es darum, den Abfluss der Wässer in Schüttdorf zu verbessern sowie zu berechnen, ob die Kanäle noch groß genug sind und ob man zusätzliche Pumpen braucht."

Hans Wallner sagte, die Zeit beim Hochwasserschutz dränge. "In Schüttdorf wohnen 6000 Menschen. Man muss noch einmal mit den Grundeigentümern reden, damit sei zustimmen."

Fidelius Krammel sagte, er verstehe die Interessen der Grundbesitzer. "Der Talraum wird immer mehr angeknabbert. Man könnte vorläufig mit einem mobilen Schutz aus der verfahrenen Situation kommen."

Auch Voglreiter sagte, man müsse mit den Grundbesitzern reden. Für die Zeit bis zu einer Lösung empfiehlt auch er einen provisorischen Schutz, zum Beispiel einen Wall.

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