Politik

SPÖ-Frau lag im Krankenbett auf dem Tamsweger Marktplatz

Die Sozialdemokraten starteten eine Straßenaktion. Sie kritisieren, dass im Krankenhaus Tamsweg zu wenige Betten zur Verfügung stehen. Zudem sei beim Nachdienst die Belastungsgrenze bei SALK-Pflegekräften erreicht, heißt es.


Viele Menschen staunten sehr, als sie am Freitag auf dem Marktplatz in Tamsweg ein Krankenbett erblickten. Tatsächlich handelte es sich um eine Straßenaktion der SPÖ Salzburg. Sie wollte auf kreative Weise darauf aufmerksam machen, dass es "den Salzburger Landeskliniken an Ressourcen fehlt". Nach Auskunft von SPÖ-Chef Walter Steidl stehen im Krankenhaus Tamsweg derzeit nur 80 reguläre und vier tagesklinische Betten zur Verfügung, obwohl 83 reguläre und sechs tagesklinische Betten betrieben werden könnten. Beim Nachtdienst wiederum beklagten SALK-Pflegekräfte, dass die Belastungsgrenze erreicht sei.

SPÖ fordert per Landtagsantrag mehr Pflegepersonal in der Nacht

SPÖ-Chef Steidl: "Im Gespräch mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der SALK höre ich immer wieder, dass speziell die Nachtdienste als besondere Belastung empfunden werden, da oft nur eine Diplompflege in den jeweiligen Stationen für mehr als 30 Patientinnen und Patienten zuständig ist." Er forderte deshalb gemeinsam mit LAbg. Roland Meisl in einem Landtagsantrag, dass ab 25 belegten Betten eine zweite Pflegekraft des gehobenen Dienstes im Nachtdienst eingeteilt werden muss. "Es ist weder im Sinne der Pflegekräfte, noch im Sinne der Patientinnen und Patienten, wenn das Personal am Rande der Belastungsgrenze steht."

"Nicht verständlich, warum die Kapazitäten nicht ausgenutzt werden"

Warum nützt das Krankenhaus Tamsweg seine Kapazitäten nicht aus? Das fragt LAbg. Gerd Brand. Er kritisiert, dass in Tamsweg die Mitarbeiter der Haustechnik fälschlicherweise dem Betriebspersonal zugerechnet werden. Seit 2015 seien zudem 17 Vollbeschäftigte im Pflegebereich (Diplom- und Hilfsdienste) eingespart worden. "Aufgrund der Sanierungsarbeiten ist es nachvollziehbar, dass das Bettenmaximum von 105 Betten nicht ausgeschöpft werden kann. Nicht verständlich ist jedoch, warum die Kapazitäten von maximal 83 Betten plus sechs tagesklinischen Betten nicht ausgenützt werden." In einer aktuellen Anfrage an Spitalsreferent LH-Stv. Christian Stöckl (ÖVP) möchte er außerdem wissen, wo zurzeit die Nachsorge und Remobilisation der im Krankenhaus Tamsweg operierten und erstversorgten Patientinnen und Patienten durchgeführt wird. "Im Krankenhaus Tamsweg ist das schließlich derzeit nicht möglich."

(SN)

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