Politik

SPÖ will Bürgermeister-Sessel in Salzburg zurückerobern

Rund ein halbes Jahr vor der Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl in der Stadt Salzburg hat die SPÖ am Donnerstag ihre Kandidatenliste präsentiert.

Vizebürgermeister Bernhard Auinger.  SN/robert ratzer
Vizebürgermeister Bernhard Auinger.

Ins Rennen um den Sessel des Stadtoberhauptes wird erwartungsgemäß wieder Vizebürgermeister Bernhard Auinger geschickt, der bei der Stichwahl im Dezember 2017 Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) nur um 294 Stimmen unterlegen war.

Auf den weiteren Listenplätzen wird das Reisverschlusssystem gleich hinter Auinger zugunsten der Frauen aufgebrochen: Platz 2 nimmt Vizebürgermeister Anja Hagenauer ein, dahinter folgt die Vorsitzende des Gemeinderatsklubs Andrea Brandner. Mit Niki Solarz (Platz 5) und Tarik Mete (8) werden auch zwei Politiker mit Landtags-Erfahrung in den Gemeinderat einziehen. Das Durchschnittsalter der Kandidaten auf den ersten 30 Listenplätzen beträgt 40 Jahre. Die SPÖ hätte die bis Platz 60 geführte Liste mit eigenen Leuten locker doppelt besetzen können, so Auinger: "Wir sind nicht der FC Bayern. Wir greifen auf den eigenen Nachwuchs zurück." Der kleine Seitenhieb ging in Richtung ÖVP, die erst gestern den Wechsel von NEOS-Stadträtin Barbara Unterkofler zur Volkspartei bekannt gegeben hatte, wo diese auf Listenplatz 2 gereiht werden soll.

Die Marschroute der SPÖ für die Wahlen im März 2019 gab Stadtparteichef Michael Wanner heute vor: Ziel sei der Bürgermeister, "und zwar einer, der die Zukunft gestaltet und nicht wartet, bis irgendetwas passiert." Außerdem gelte es, die 15 (der insgesamt 40) Mandate im Gemeinderat und die zwei (der insgesamt fünf) Sitze in der Stadtregierung zu halten.

Auinger betonte heute, dass es ihm und der SPÖ in der Stadt nicht um irgendwelche Posten ginge, sondern um Lösungen für die Zukunft, "egal, ob wir dann noch in unseren Positionen sind". Deshalb kündigte er ein Bildungsbauprogramm mit einem Volumen von über 200 Millionen Euro für die nächsten 15 Jahre an. Dazu strebt er einen entsprechenden Beschluss mit Bindung auch für die künftigen Gemeinderäte an.

Als Schwerpunkte für den bevorstehenden Wahlkampf nannte Auinger die Verkehrsproblematik, wobei man sich hier vor allem auf Verbesserungen bei den bestehenden öffentlichen Verkehrsmitteln - also Bus und Obus - konzentrieren wolle. Außerdem kündigte er ganz neue Ansätze im Bereich der Stadtraumentwicklung an. Weitere Schwerpunkte seien Kinderbetreuung, Wohnen, Sport und Kultur.

Quelle: SN

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