Politik

Staatsanwaltschaft stellt Verfahren gegen Hans Mayr ein

Erste Reaktion des Ex-Landesrates aus Goldegg: "Ich bin wahnsinnig froh und trage auch niemandem etwas nach." Mayr streut seinem Rechtsanwalt, Ägidius Horvatits aus Salzburg, Rosen.

Eine bittere Stunde für Hans Mayr: Am 15. Jänner 2018 kündigte der Pongauer seinen Rücktritt als Landesrat an.  SN/robert ratzer
Eine bittere Stunde für Hans Mayr: Am 15. Jänner 2018 kündigte der Pongauer seinen Rücktritt als Landesrat an.

Die Zentrale Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von Wirtschaftsstrafsachen und Korruption in Wien hat das Strafverfahren gegen Ex-Wohnbaulandesrat Hans Mayr (58) aus Goldegg am Dienstag eingestellt. Der Einstellungsgrund sei, dass kein strafrechtlich relevanter Vorwurf im Zusammenhang mit Parteispenden an die Salzburger Bürgergemeinschaft (SBG) nachgewiesen worden sei. "Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft ist für mich eine große Genugtuung. Ich bin auch wahnsinnig froh und trage niemandem etwas nach", betont Hans Mayr. Er streut seinem Rechtsanwalt, Ägidius Horvatits aus Salzburg, Rosen: "Ich bin ihm unendlich dankbar. Wir haben mit der Staatsanwaltschaft nie die Konfrontation gesucht, sondern immer zusammen gearbeitet - auf Augenhöhe."

"Ich wollte einen blitzsauberer Abschluss für meinen Abschied aus der Politik"

Auslöser für die Untersuchungen gegen Mayr war eine anonyme Anzeige im Dezember 2017. Im Zuge der Diskussionen erklärte der Pongauer am 15. Jänner 2018 seinen Rücktritt als Landesrat. Mit der Salzburger Bürgergemeinschaft (SBG) trat Mayr dann noch zur Landtagswahl 2018 an - blieb jedoch mit 1,75 Prozent weit unter der 5-Prozent-Hürde für den Einzug in den Landtag. Die Bürgergemeinschaft wurde inzwischen aufgelöst. "Den Rechnungsabschluss für 2017 haben wir dem Bundesrechnungshof vorgelegt. Ich wollte einen blitzsauberen Abschluss für meinen Abschied aus der Politik. Der letzte Akt ist jetzt mit der Einstellung des Strafverfahrens erfolgt."

"Ich bin durch die anonyme Anzeige politisch vernichtet worden"

Emotional wird Mayr, wenn er auf die anonyme Anzeige zu sprechen kommt. "Die politischen Gegner haben damit ein Instrument, um einen Konkurrenten fertig zu machen." Im Verfahren seien mehr als 20 Personen befragt worden. Mayr: "Ich bin durch die anonyme Anzeige politisch vernichtet worden."

Seit 1. September ist Mayr Geschäftsführer der Kainz-Gruppe

Hans Mayr hat mit der Politik abgeschlossen. Seit 1. September ist er Geschäftsführer der Salzburger Kainz-Gruppe mit gut 20 Mitarbeitern. "Wir sind traditionell auf leistbares Wohnen im Eigentum spezialisiert." Jetzt versuche das Unternehmen, ein zweites Standbein im Tourismus aufzubauen. "Wir agieren hier als Investor und Betreiber." Mayr ist wichtig: "Bei uns wird es keine illegalen Zweitwohnungen geben."

Quelle: SN

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