Politik

Stadt Salzburg prüft Konzept einer zentralen Küche für Schulen und Kindergärten

Schüler und Kindergartenkinder sollen einheitlich bekocht werden.

Rund 5200 Kinder werden in den städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen täglich mit einem warmen Mittagessen versorgt. SN/www.picturedesk.com
Rund 5200 Kinder werden in den städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen täglich mit einem warmen Mittagessen versorgt.

Salzburg will die Essensversorgung von Kindern in städtischen Schulen und Betreuungseinrichtungen auf neue Beine stellen. Die Stadt will nun das Konzept einer Zentralküche für alle Schüler und Kindergartenkinder prüfen. Derzeit gibt es unterschiedliche Modelle, nach denen die rund 5200 täglichen Mahlzeiten zubereitet und zugestellt werden. 18 verschiedene Produktionsküchen versorgen die Kindergärten, das Essen an den Schulen wird zum Teil von der Firma Gourmet aus Niederösterreich angeliefert, andere werden von benachbarten Kindergärten oder einem Seniorenheim mitversorgt. Der Schulcampus Gnigl verfügt über eine eigene Produktionsküche, die künftig mehrere Schulstandorte versorgen soll.

Einem seit Donnerstag vorliegenden Amtsbericht zufolge soll die "Cook & Hold"-Verpflegungsart bald der Vergangenheit angehören. Diese Form der Warmanlieferung birgt zu viele Risiken, was Qualität und Hygiene angeht. Eine maximale Warmhaltezeit von drei Stunden darf nicht überschritten werden. An Standorten, wo Vorschüler ab 11.30 Uhr und größere Schüler erst um 13.30 Uhr zum Mittagessen erscheinen, ist das oft eine Herausforderung. Stattdessen will man künftig verstärkt auf "Cook & Chill" setzen. Dabei werden gekühlte Gerichte in einer Aufbereitungsküche vorbereitet und erwärmt sowie Salate und Obst frisch angerichtet.

Bereits jetzt werden 23 Schulstandorte mit Tagesbetreuung mit Cook-&-Chill-Produkten der Firma Gourmet beliefert. Eine Ausschreibung für alle Kindergärten und Schulen an einen externen Lieferanten ist laut Amtsbericht ein möglicher Weg. Favorisiert wird aber eine zentrale Küche, in der Cook & Chill praktiziert wird. An den einzelnen Standorten müssten dazu Aufbereitungsküchen eingerichtet werden. Eine Cook-&-Chill-Zentralküche für 2500 Portionen kostet laut Amtsbericht 850.000 Euro (ohne Verpackungsmaschinen), eine Aufbereitungsküche für 50 Mahlzeiten etwa 25.000 Euro. Zudem will man künftig stärker Rücksicht auf Unverträglichkeiten, Diäten und Ernährungsregeln unterschiedlicher Religionen Rücksicht nehmen.

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