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Stadt Salzburg weitet die Kurzparkzonen aus

Ein Großteil des Stadtgebietes wird in den kommenden beiden Jahren zur gebührenfreien Kurzparkzone. Bewohner brauchen Ausnahmegenehmigungen.

Stadt Salzburg weitet die Kurzparkzonen aus SN/robert ratzer
Künftig heißt es Parkuhr einlegen und maximal 180 Minuten gratis parken.

Pendler, die zuhauf in die Stadt Salzburg fahren und dort ihr Auto im Umland gratis abstellen. Das soll es künftig nicht mehr so einfach geben. Verkehrsstadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste) hat am Montag einen Amtsbericht präsentiert. 2017 sollen sechs neue Kurzparkzonen in der Landeshauptstadt hinzu kommen, 2018 weitere sechs Zonen. Im Amtsbericht ist von zwei Varianten die Rede. Die Ausweitung der blauen Zone soll in einem ersten Schritt aber gebührenfrei bleiben. Die maximale Parkdauer wäre damit drei Stunden. Für die Bewohner dieser Straßenzüge heißt das, dass sie künftig um eine Ausnahmegenehmigung beim Magistrat ansuchen müssen. Für die Plakette werden für zwei Jahre 86 Euro verrechnet.

Die Frage ist, wer diese gebührenfreien Zonen kontrollieren soll. Beim "ruhenden Verkehr" wäre eigentlich die Polizei zuständig. Die hat aber genug anderes zu tun, als parkende Autos zu kontrollieren. Daher wird die Stadt wohl einen privaten Wachdienst bezahlen müssen. Von sechs zusätzlichen Wacheorganen ist im Amtsbericht die Rede. "Die verstärkte Überwachung wird ausschlaggebend sein für die Akzeptanz und den erwarteten Effekt durch die Erweiterung der Kurzparkzone" sagt Stadtrat Johann Padutsch. "Wird das Ziel einer verstärkten Verlagerung des Pendlerverkehrs hin zum öffentlichen Verkehr nicht erreicht, dann soll zusätzlich eine Bewirtschaftung eingeführt werden."

Beginnen soll die Ausweitung der Kurzparkzonen 2017 von der Lederwaschgasse bis zur Hellbrunner Brücke. Danach kommen die Stadtteile gegen den Uhrzeigersinn an die Reihe. Die zweite Ausweitung erfolgt im Stadtteil Parsch - vom gesamten Volksgarten bis zur Fürbergstraße. In Schallmoos wird von der Schallmooser Hauptstraße bis zum Baron Schwarz-Park eine gebührenfreie Zone eingerichtet. In Itzling wird der Bereich rund um die Kirchen- und Schopperstraße "blau". In Lehen wird vom Makartkai bis zur Rechten Glanzeile im kommenden Jahr eine Kurzparkzone eingerichtet. Als sechste Zone soll im kommenden Jahr Maxglan hinzukommen. Die Zonen 7 bis 12 sollen laut Plan ein Jahr später folgen - je nach Erfolg der Maßnahme.

Einer gebührenfreien Erweiterung stimmt die SPÖ zu. Nicht aber werde man zustimmen, dass die Gebühr für die Ausnahmegenehmigungen für Bewohner erhöht würden. Und auch der Vorschlag aus Padutschs Ressort, am Samstag in der gebührenpflichtigen Zone Parkgebühren einzuheben, erteilt die SPÖ eine Absage.

Quelle: SN

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