Politik

Stadt Salzburg will ihr Radhauptnetz bis 2025 ausbauen

Bessere Anbindung an Umlandgemeinden mit insgesamt 14 Routen - Wege entlang der Salzach verbreitern - Radverkehrsanteil soll von 20 auf 24 Prozent erhöht werden.

Mit dem Radverkehr soll es in der Stadt bergauf gehen. SN/APA/BARBARA GINDL
Mit dem Radverkehr soll es in der Stadt bergauf gehen.

Mit 14 Radialrouten ins Umland und drei Ringrouten will die Stadt Salzburg in den kommenden Jahren das Radnetz weiter ausbauen. Damit soll das vom Gemeinderat einstimmig vorgegebene Ziel erreicht werden, bis 2025 den Anteil der Radfahrer am Gesamtverkehrsaufkommen von 20 auf 24 Prozent zu steigern. Für den Ausbau wurden nun 150 Einzelmaßnahmen ausgearbeitet.

Die Routen sollen so angelegt sein, dass sie möglichst abseits des motorisierten Verkehrs verlaufen. Ist das nicht möglich, werde eine bauliche Trennung angestrebt. Wenn auch dafür der Platz fehlt, sollen zumindest verbreiterte Mehrzweckstreifen markiert werden, sagte Planungsstadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste) am Donnerstag bei einem Pressegespräch. Ein solcher breiter Streifen wurde im Vorjahr bereits versuchsweise im Stadtteil Riedenburg aufgetragen, und die Rückmeldungen seien ermutigend. "Das subjektive Sicherheitsgefühl der Radfahrer wurde dadurch deutlich erhöht", berichtete der Stadtrat.

Mit dem Ausbau der Radialrouten soll Pendlern aus den Umlandgemeinden, etwa Wals-Siezenheim oder Hallwang, der Umstieg auf das Fahrrad erleichtert werden. Kreuzungsfrei - und damit ohne Wartezeiten - werden diese Routen allerdings nicht möglich sein. Ein zügigeres Vorankommen sei aber durch Begradigungen der Strecken möglich, sagte Peter Ruzicka vom Amt für Stadtplanung und Verkehr.

Das Rückgrat des Salzburger Radwegenetzes bilden die Wege beiderseits der Salzach. Diese stoßen aber inzwischen an ihre Kapazitätsgrenzen, werden doch an Spitzentagen fast 18.000 Radler (auf beiden Ufern zusammen) gezählt. Dazu sollen vor allem die Unterführungen verbreitert werden. "Jetzt wird eine Machbarkeitsstudie erstellt. Das wäre dann eine richtige Radautobahn", so Baustadtrat Lukas Rößlhuber (NEOS). Parallel zu diesem Korridor sieht der Plan aber auch einen neuen "Uni-Highway" vor, der von Anif kommenden über die Studierendenheime in Salzburg-Süd, Naturwissenschaftliche Fakultät, Unipark Nonntal, Altstadt und Science City Itzling so gut wie alle Uni-Standorte verbinden würde.

Die meisten der Vorhaben können mit den jährlich zwei Millionen Euro finanziert werden, die in der Radverkehrsstrategie beschlossen worden sind. Großprojekte wie die Verbreiterungen der Unterführungen müssten aber mit Sonderfinanzierungen durchgeführt werden, sagte Padutsch. Der Planungsausschuss des Gemeinderates wird sich mit dem entsprechenden Amtsbericht zum "Radhauptnetz" noch vor der Wahl am 10. März befassen, einen Beschluss werde es aber erst nach dem Urnengang geben, so der Stadtrat.

Quelle: SN, Apa

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