Politik

Standards nach oben schrauben

Seit 2014 ist Christine Brandstätter Gemeinderätin. Für die Bürgerliste ist sie im Wohnungsvergabe- und Sozialausschuss. 2019 will sie wieder antreten.

Sich zu engagieren und für etwas zu leben: Dieses Bewusstsein entstand bei Christine Brandstätter vor 25 Jahren.  SN/sw/ricky knoll
Sich zu engagieren und für etwas zu leben: Dieses Bewusstsein entstand bei Christine Brandstätter vor 25 Jahren.

Redaktion: Aktuell fordern immer mehr - auch politische Parteien - Grün statt Grau, um die Hitze in der Stadt zu verringern. Soll man das künftig den Bauherren vorschreiben?
Christine Brandstätter: Zumindest sollte man alle Möglichkeiten nutzen und vielleicht mit Know-how unterstützen. Es gibt viele gute Beispiele aus anderen Städten. Nachrüsten ist immer schwierig, aber jenen, die Pionierarbeit leisten, soll man es leichter machen. Mehr Grün ist heute einfach ein Gebot der Stunde, nicht nur wegen des Klimawandels, sondern auch wegen der Nachverdichtung.

Die Stadt könnte immerhin Förderungen vergeben, denn es würde ja für die gesamte Bevölkerung ein Vorteil entstehen?
Unbedingt. Beim vorbildlichen Bauprojekt in der Kendlerstraße wird beispielsweise ein riesiger Gemeinschaftsgarten entstehen und man hat dafür eine Koordinatorin eingeplant. Die Stadt soll sich selbst mutige Ziele setzen und alles dafür tun, dass auf allen Ebenen die Standards nach oben geschraubt werden können. Mehr Grün ist ja auch für die Stadtökologie, wie z. B. bessere Luft und mehr Schatten, wichtig.

Als Mitglied der "Plattform für Menschenrechte", wie sehen Sie die aktuelle Situation der Flüchtlinge und Asylbewerber in der Stadt?
Aktuell beschäftigt uns das Thema Lehrlinge. Wir schaden uns ja selbst, wenn motivierte Leute einen Beruf erlernen wollen, wo es einen extremen Mangel gibt, und wir die dann abschieben. Aber es gibt auch andere, die nicht so die Vorzeige-Flüchtlinge sind, ganz normale Menschen halt. Hier muss einfach viel mehr Qualität in die Verfahren. Meine Forderung ist daher: rasche und faire Asylverfahren und kein Kaputtmachen des Asylrechts.


Welches Projekt liegt Ihnen aktuell besonders am Herzen?
Die neue Wohnungsvergaberichtlinie ist mir sehr wichtig, sie soll sich in erster Linie nach sozialen Kriterien richten und transparente Bestimmungen enthalten, damit sie von allen als gerecht empfunden wird. Gleichzeitig braucht die Wohnungslosenhilfe ein Kontingent für Menschen in Notlagen

Werden Sie auch 2019 wieder für den Gemeinderat kandidieren?
Auf jeden Fall. Ich habe vieles begonnen, z. B. im Wohnungsbereich und bei den Gemeinschaftsgärten. Ich will mich stark dafür einsetzen, dass die Stadt Budget für noch mehr neue Anlagen einplant.

Ganz kurz noch ...

Ich bin unverwüstlich konstruktiv.

In fünf Jahren möchte ich gesund sein.

Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt: "Wer wagt, beginnt" von Robert Habeck, dem Chef der deutschen Grünen.

Dieses Ereignis hat mein Leben verändert: Das Lichtermeer vor 25 Jahren, da wurde mir bewusst, wie wichtig der Beitrag jedes Einzelnen ist.



Aufgerufen am 17.10.2018 um 03:48 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/standards-nach-oben-schrauben-39101551

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