Stadt und Land müssen investieren - so oder so

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Standpunkt Stefan Veigl

Zum Ersten wollte die Stadt 150 Wohnungen auf dem Areal der alten Autobahnmeisterei Salzburg-Mitte bauen - weil geförderte Mietwohnungen fehlen. Zum Zweiten will das Land - weil die Luftgütewerte sich leicht verbessern - bald wieder Tempo 100 statt dem ungeliebten Achtziger auf der A1 erlauben. Drittens bekennen Stadt wie Land einmütig, dass man natürlich etwas tun müsse, um die Klimaschutzziele einzuhalten, und dass das auch auf die Zurückdrängung des Autoverkehrs hinauslaufe, solange dieser noch großteils mit Benzin und Diesel laufe. Denn es sieht sehr danach aus, dass Österreich seine Ziele aus dem Vertrag von Paris bis 2030 verpasst - und daher bis zu acht Milliarden Euro Strafe berappen muss.

Klar ist aber: Die Erfüllung der drei Ziele widerspricht sich eigentlich. Und auch nur einen Teil davon zu erfüllen kostet viel Geld. Daher können es sich Stadt und Land nicht so einfach machen, den Wunsch der Lieferinger nach mehr Lärm- und Emissionsschutz vom Tisch zu wischen und auf die Asfinag zu verweisen. Sie werde wohl selbst investieren müssen - in mehr Öffis, Fahrgemeinschaften und den Umstieg auf E-Autos. Da wäre Tempo 100 eher kontraproduktiv. Und für neuen Wohnraum braucht es Schutzmaßnahmen. Daher wird mittelfristig eine Tunnelverlängerung Thema werden. Die Politik sollte sich damit anfreunden.

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Aufgerufen am 22.11.2019 um 09:31 auf https://www.sn.at/salzburg/politik/standpunkt-stadt-und-land-muessen-investieren-so-oder-so-77987479

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