Zeltstädte will in Salzburg niemand mehr sehen

Standpunkt

Es war kein Ruhmesblatt für Österreich: Als im Jahr 2015 die Zahl der Flüchtlinge stark anstieg, richtete das Innenministerium nahe der Polizeidirektion in Salzburg ein Zeltlager ein. Durch die schnell steigende Zahl der Asylanträge gab es nicht genügend Unterkünfte für die vielen Flüchtlinge. Bis sie einen Platz in einer Unterkunft der Grundversorgung hatten, mussten die Menschen in der Zeltstadt mitten in Salzburg hausen - eine Überschwemmung bei einem sommerlichen Starkregen inklusive.

Solche Zeltstädte möchte heute in Salzburg niemand mehr sehen. Wie lässt sich das verhindern? Zum einen müssen Asylverfahren schneller abgewickelt werden: So haben die Betroffenen rascher Klarheit und ihre Plätze in den Quartieren können von anderen Personen genutzt werden. Vonseiten des Landes heißt es, dass sich hier die Situation zuletzt gebessert habe.

Dem Land Salzburg obliegt es, vorausschauend zu planen und rechtzeitig neue Plätze in Quartieren zu schaffen. Auch wenn viele keine Freude damit haben, dass nun die Zahl der Flüchtlinge wieder steigt, muss auch klar sein: Jeder, der in Österreich um Asyl ansucht, hat ein Recht darauf, dass sein Begehren in einem ordentlichen Verfahren geprüft wird. Als reiches Land müssen wir es uns auch leisten, die Menschen in dieser Zeit auch ordentlich zu versorgen.

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