Politik

Steckt die Bürgerliste in der Krise?

Links liegen gelassen von der SPÖ, dazu ein Verkehrsstadtrat, der dem täglichen Stauchaos machtlos gegenübersteht, und eine noch offene Personaldebatte. So steuern die Stadt-Grünen auf den 40. Geburtstag zu.

Steckt die Bürgerliste in der Krise? SN/APA/BARBARA GINDL
„Volle Kraft“ haben Padutsch und die Bürgerliste im Wahlkampf 2014 noch plakatiert. Mittlerweile sagt er, er habe „aufgegeben, an eine richtige Verkehrspolitik zu glauben“.

Nächstes Jahr wird die Bürgerliste 40 Jahre alt. Mit der Grün-Bewegung in der Stadt hat man lange Zeit unbequeme, junge Politiker verbunden, die in den alten Amtsstuben aufräumen wollten. Jung, dynamisch, erfolgreich.

40, das ist in etwa das Alter für die erste Midlife-Crisis. In der vergangenen Woche wirkte der Spitzenkandidat in einem Interview mit dem "Salzburger Fenster" - gelinde gesagt - abgekämpft. Stadtrat Johann Padutsch (seit 1992 Teil der Stadtregierung) sagte sinngemäß, er habe im Verkehrsressort aufgegeben. An Rücktritt denkt er trotzdem nicht. Aus dem Urlaub ließ Padutsch die SN wissen: "Aufgegeben habe ich, an eine richtige Verkehrspolitik zu glauben, weil es keine Mehrheit dafür gibt und sie mit der Auinger-SPÖ auch nicht machbar ist." Zu arbeiten höre er deswegen nicht auf. "Politisch muss es eben wieder oppositioneller werden. Und mein Ressort umfasst ja noch einiges mehr als den Verkehr und braucht mich!" Er sei daher "gar nicht amtsmüde", versichert er.

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