Politik

"Stille Nacht" als Botschaft in Brüssel

Donnerstagabend tagten wieder einmal bis spät in die Nacht die EU-Staats- und Regierungschefs auf ihrem Gipfeltreffen um den Brexit. Nur wenige Straßenzeilen entfernt fand ein anderer, wesentlich besinnlicherer Gipfel statt. Salzburg und Tirol hatten zum 200-Jahr-Jubiläum von "Stille Nacht" die Botschaft des berühmten Liedes in die EU-Hauptstadt getragen und in den Räumen des Tiroler Verbindungsbüros zum Empfang geladen.

Vorher freilich war noch ein Gottesdienst in der Auferstehungskapelle Chapelle de la Résurrection gefeiert worden. Dabei erklangen drei Strophen des weltberühmten Weihnachtslieds - eine in Deutsch, eine in Englisch und eine in Französisch.
Landeshauptmann Wilfried Haslauer, der die Salzburg-Delegation anführte, erinnerte an die Botschaft des Liedes: Friede und der Wert der einfachen Dinge.

Hochrangige Gäste waren der Einladung der beiden Bundesländer zu einem besinnlichen Abend gefolgt: Die EU-Kommissare Johannes Hahn und Günther Oettinger sowie Österreichs Botschafterin in Belgien Elisabeth Kornfeind. Die EU-Abgeordnete Claudia Schmidt war gerade wieder von den Parlamentstagen in Straßburg angereist, die vom tödlichen Anschlag in der Altstadt überschattet waren. Der Salzburger Delegation gehörten unter anderen Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf und der oberste Tourismuswerber Leo Bauernberger an. An der Spitze der Tiroler Abordnung stand Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler.

Musikalisch bestritten den Abend der Mädchenchor des Musischen Gymnasiums Salzburg, Flötistinnen des Mozarteums und der Familiendreigesang Kröll aus dem Zillertal.

Die Leiterin des Salzburger Verbindungsbüros Michaela Petz-Michez hat mit ihrem Tiroler Kollegen den Abend organisiert. "Das Stille Nacht-Lied entstand ja bekanntlich in Salzburg und gelangte über die Zillertaler Rainer-Sänger in die ganze Welt. Mein Tiroler Kollege Richard Seeber und ich haben am Rande einer der vielen Arbeitssitzungen überlegt, dass es wertvoll ist, in der täglichen Betriebsamkeit innezuhalten. Unser Vorschlag ist bei der österreichischen EU-Botschaft gleich auf fruchtbaren Boden gefallen", erzählt sie.

Quelle: SN

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