Politik

Strache warnt in Salzburg: "Wir haben noch nicht gewonnen"

Beim Maifest der Salzburger FPÖ machten die Blauen für ihren Präsidentschaftskandidaten Norbert Hofer mobil und rechneten mit der Bundesregierung, vor allem der SPÖ, ab.

Nach dem Erfolg im ersten Wahlgang der Bundespräsidentenwahl versucht die FPÖ, den Schwung zu nutzen. Beim Maifest der Salzburger Freiheitlichen - vorgezogen auf den 30. April - in Maxglan stand Samstagmittag nicht so sehr die neu formierte Landesparteispitze um die 23-jährige Marlene Svazek im Mittelpunkt, sondern Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache. Alles wartete eineinhalb Stunden auf "ihn" - bei Hendl und Bier für die Großen und mit Hüpfburg und Ponyreiten für die Kleinen. "Um 12:15 Uhr fährt er vom Hotel weg", wussten Eingeweihte. Um 12:35 Uhr kam "HC" beim Bierzelt vor dem Kuglhof an. Fast eine Viertelstunde brauchte er, um Fotowünsche zu erfüllen. Erst nach dem Einzug des FPÖ-Chefs unter den Klängen des Rainer-Marsches konnte das offizielle Programm beginnen.

Der FPÖ-Chef schwärmte von "Norberts lieben Rehaugen"

Vor etwa 1500 Funktionären, Parteigängern und Besuchern, viele davon in Tracht, rechneten die FPÖ-Redner vor allem mit der Flüchtlingspolitik der Bundesregierung ab und griffen besonders die SPÖ an. Im Hinblick auf die Bundespräsidenten-Stichwahl am 22. Mai rief Strache seine Anhängerschaft zur Motivation und Demut auf. "Wir haben noch nicht gewonnen." Andererseits bezeichnete er die Stimmen für FPÖ-Kandidat Norbert Hofer als "keine Parteistimmen". Es sei eine Persönlichkeitswahl. "Die Mitte der Gesellschaft hat Norbert Hofer gewählt. Wenn man so will, sind wir die neue Mitte. Das ist ein Ruck hin zur Vernunft, kein Rechtsruck." Strache schwärmte von Norberts "lieben Rehaugen" - und kam gleich wieder zur Sache: "Nur wenn er Präsident wird, ist es möglich, diese Bundesregierung zu kontrollieren. Macht braucht Kontrolle." Die Wahl werde die wichtigste Richtungsentscheidung seit Jahrzehnten sein. Dem grünen Kandidaten Alexander Van der Bellen warf der FPÖ-Obmann "eine unverantwortliche Zuwanderungspolitik der offenen Grenzen" vor. Weil Van der Bellen keine FPÖ-Minister angeloben würde, sagte Strache: "Wir brauchen keinen grünen Diktator." Außerdem spreche für Hofer, dass er das internationale Freihandelsabkommen TTIP nicht unterschreiben werde, sondern darüber eine Volksabstimmung wolle - wie auch über einen EU-Beitritt der Türkei.

Rundumschlag und Regierungsanspruch der Salzburger FPÖ

Die künftige Landesobfrau Marlene Svazek gab sich davon überzeugt, dass "HC Strache der nächste Kanzler sein wird". Landespolitisch wetterte sie gegen Landeshauptmann Wilfried Haslauer als "Inbegriff der engstirnigen Politik der alten Männer". Die Grünen hätten in der Landesregierung nichts zustande gebracht, außer Tempo 80 auf der Stadtautobahn. Namens der Salzburger Stadt-FPÖ als Gastgeber attackierte Gemeinderat Andreas Reindl die SPÖ wegen ihrer Zuwanderungspolitik. "Diese SPÖ hat versagt und sie ist schon am Ende ihrer Selbstauflösung angekommen." Die Landes-FPÖ meldete den Anspruch an, nach der Landtagswahl 2018 Regierungsverantwortung zu übernehmen.

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