Politik

Tamsweg bangt um die kleinen Schulen

Der Hauptort des Lungaus erlebt einen harten Wahlkampf. Georg Gappmayer (ÖVP), Klaus Repetschnigg (SPÖ), Rahul Ferner (FPÖ) und Monika Weilharter (Grüne) diskutierten im Gasthof Gambswirt.



In Tamsweg wird in Zukunft zumindest einer der drei Volksschulstandorte "wackeln". Die Volksschule im Markt muss saniert werden. Das Land werde das Projekt aber nur dann fördern, wenn die Gemeinde die kleinen Schulen in den Ortsteilen Sauerfeld und Seetal zusperre, sagte Vizebgm. Klaus Repetschnigg (SPÖ) am Mittwochabend in der SN-Wahldiskussion.

Bürgermeister Georg Gappmayer (ÖVP) bestätigte einen "Wunsch" von Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP). Aber: "Das kommt aus unserer Sicht nicht infrage", so Gappmayer. Die Sache sei nicht aktuell, "solange die VS Sauerfeld und Seetal nicht saniert werden müssen und die Schülerzahlen vorhanden sind". Die eine Schule habe 17, die andere 13 Schüler. Ein Problem könnte es werden, wenn die steirischen Grenzgänger nicht mehr zur Seetaler Schule pendeln.

LH Haslauer sagte am Donnerstag auf SN-Anfrage zu den Einsparungsplänen: Die klare Absicht des Landes sei, dass eine der beiden kleinen Schulen in einigen Jahren geschlossen werden soll. "Der Bürgermeister wehrt sich." Es gebe eine Diskussion. Man werde schauen, wie sich die Dinge entwickeln und wie allfällige Sanierungen zu bewerkstelligen wären. Grundsätzlich gehe es ihm um eine gemeinsame Vorgangsweise mit den Gemeinden.

Laut Vize Repetschnigg hat die Gemeinde die Schulsanierung in Tamsweg von heuer auf 2015 verschoben. 1,8 Millionen Euro würden zur Verfügung stehen. Der SPÖ-Kandidat setzt generell auf heftige Angriffe gegen die ÖVP - und auf seinen Slogan "Gerechtigkeit statt Freunderlwirtschaft". "Leute, die mit der Gemeindevertretung gar nichts zu tun haben, üben Druck auf den Bürgermeister aus", um ihre Einzelinteressen durchzusetzen und von der öffentlichen Hand finanzieren zu lassen, meint Repetschnigg an den Beispielen der geplanten Sanierung der Tiefgarage und des Verkehrskonzepts. Seine Kritik bezieht sich offenbar auf einflussreiche Geschäftsleute. Gappmayer wehrt sich gegen "diese Schmutzkübelkampagne". Er wolle mit Streitereien nichts zu tun haben. "Ich bin Sachpolitiker. Politik ist Dienst am Menschen." Tamsweg könne stolz darauf sein, dass es die Einkaufszentren im Ort habe.

Um "Arbeitsplätze für Junge" zu schaffen, möchte FPÖ-Gemeinderat Rahul Ferner auch "neue Geschäfte draußen (am Ortsrand, Anm.), die herinnen keinen Platz haben". Diese Änderung im Räumlichen Entwicklungskonzept hätten aber "die anderen abgelehnt".

Monika Weilharter (Grüne) findet es traurig, dass das Auto ein Hauptthema im Wahlkampf sei. "Der Verkehr im Zentrum gehört gelenkt." Das Konzept müsse schneller und ganz umgesetzt werden - z. B. einschließlich Begegnungszonen.

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